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Myanmar April 2013

Mai 29, 2013
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Myanmar (Bagan)

4. April 2013 Bangkok Flug nach Myanmar….

Bangkok: Haben fast eine Woche im Centaur Inn verbracht. Ein neues Hostel geführt von indischen Leuten. Momentan hausen dort auch Langzeit Touristen auf Suche nach einem Job oder Zukunft in Thailand.

Die wohnen zum Glück nicht im Dormitory. Das Dormitory war mit 150 Baht super günstig (wenn man über Hostelworld.com bucht kostet es 100 Baht) das Doppelzimmer mit Ventilator kostet 400 Baht. Allerdings ziehen wir das Dormitory mit Klimaanlage und täglicher Reinigung dem kleinen Zimmer mit Ventilator und Blick auf die Nachbarmauer vor.

Da die Klimaanlage auf vollen Touren läuft, sind wir ganz froh, dass wir ein Bett etwas weiter im Raum ergattern konnten.

Heute sind wir früh aufgestanden, das Päckchen das wir nach Hause schicken wollen ist nun richtig prall. Marion hat ein paar tolle Seidenstoffe und Spitzen auf dem China Markt ergattert, ich habe ein paar ausgelutschte Reiseführer, ein paar T-Shirts und Zeug das ich nicht mehr mit mir tragen will dazu gepackt und das ganze verschlossen und verklebt zur Post gebracht. 19 kg haben wir auf die Waage gebracht. Randvoll ist es ja. Hoffentlich kommt das Paket auch zu Hause an. 3.050 Baht (80€) kostet das verschicken, es wird ca. 2-3 Monate unterwegs sein, -per Schiff. Drückt die Daumen, dass es ankommt. DHL oder TNT haben wir auch verglichen, ist jedoch im Preis zu hoch.

Unser Flieger geht vom Don Mueang Flughafen, dem alten Flughafen von Bangkok. Wir entscheiden uns gegen das Taxi und nehmen den Bus.

Ich habe mir angewöhnt, die Busnummern zu notieren, überall, wo ich denke, dass ich erneut hin will schreibe ich die Nummern von den Bussen oder der Haltestellen auf.

Zum Beispiel hier beim Centaur Inn fahren 77,76,15,504 etc. vorbei. Als ich auf der Khaosan Road spazierte, notierte ich 82,6,15,64 etc. Und auf der Silom Road 14,15,77,504 etc. So spiele ich manchmal das Poker und steige in den Bus mit der gleichen Nummer. Verfolge die Strecke auf meinem offline Iphone Navi Citymaps2Go bis ich ungefähr in der Nähe bin meines Zieles. Meist funktioniert das, manchmal allerdings auch nicht. Dann muss Plan B her.

Nachdem wir also mit je 15 kg auf dem Buckel bei 35 Grad Hitze eine Ehrenrunde gelaufen sind, finden wir die Haltestelle. 504 fährt zum Flughafen. Allerdings nicht jede 504. Da muss man im Bus noch einmal nachfragen, was bei null Kommunikationsfähigkeit mancher Busfahrer schwierig ist. Manch ein Einheimischer blockiert sofort, wenn wir ihn ansprechen. Pupillen weiten sich, Schweiß tritt auf die Stirn, der Mund wird trocken. „Bus to Don Mueng? Airport?“  Keine Antwort… Dann in Verbindung mit Händen und Füßen schockieren wir den armen Menschen komplett und es droht ein Komplettausfall des Fahrers. Meist springt dann ein Hilfswürdiger Mitreisender ein, rettet den Busfahrer und wir bekommen in Englisch geholfen.

Der Bus kostet 20 Baht, fährt von Saphan Taksin ca. 1,5 Stunden.

Wir sind pünktlich da, checken ein, gehen dann wieder raus auf den Straßenmarkt vor einem Tempel auf der anderen Seite des Flughafens. Haben nämlich noch ein paar Baht in der Tasche die wir in lokale Köstlichkeiten investieren wollen. In Fett frittierte fettige, fettgebackene fette Bananen und lecker Eiscafé.

IMG_4804Im Duty Free Bereich verlieren Marion und ich total die Contenance und wir probieren alle möglichen Parfüms, Cremes und Wässerchen aus. Die gesamte Kollektion farbiger Nagellacke von Chanel wird auf meinen Fingernägeln verteilt. Levent hat nun Blau, Beige, Lachs gestrichene Fingernägel. Viele Männer tragen in Asien lange oder bunte Nägel. Daher schließe ich mich diesem Trend an.

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unsere erste Stupa in Myanmar

Nach einem Coctail aus zwanzig Parfüms duftend steigen wir in den Flieger.

In Yangon Myanmar brauchen wir uns keine Sorgen zu machen, wie wir zum Hotel kommen. Haben für das Ocean Pearl Inn II reserviert. Das hat einen Abholservice.

Tipps für Myanmar & Märchen über Myanmar

–          Es stimmt nicht (mehr), dass es keine ATM Bankautomaten gibt in Myanmar. Man kann mit seiner Visa Karte an Bankautomaten (OK; sie sind recht selten) Myanmarische Währung Kyat ziehen.

Zahlen lesen lernen

Zahlen lesen lernen

Trotzdem sollte man genügend US Dollars im Gepäck haben. Denn Hotels bestehen meist auf die Bezahlung in US Dollar. Auch beim Zug fahren oder bei Eintrittsgeldern können die Beamten auf den Dollar bestehen. Bei Eintrittsgeldern fährt man durch den Wechselkurs sogar günstiger, wenn man in Dollar bezahlt. Bei einem Eintritt von 1US$ oder 1.000 Kyat Entscheidet man sich lieber für Dollar, da dieser momentan nur 880 Kyat Wert ist.

–          Es stimmt, dass man kleine Scheine haben sollte, da das Wechseln von großen Dollar Noten schwierig sein kann. Doch ist auch das möglich.

–          Die Zollbeamten und die Soldaten sind keine Monster. Die, denen wir begegnet sind, waren freundlich, zuvorkommend und haben gelächelt.

–          Den Pass sollte man immer bei sich führen, da danach gefragt werden kann.

Süß die Zwillinge

Süß die Zwillinge

Ich habe mir über das Land keine großen Gedanken gemacht. Klar wusste ich, dass es sich um ein Land handelt das mit der Militärdiktatur nicht zu den demokratischsten gehört. Man als Ausländer unter starken Kontrollen ist und dass einige Gegenden des Landes für uns Sperrgebiet sind. Da sich Marion eingelesen hatte, wollte ich mich aber nur noch überraschen lassen.

Die Menschen sehen hier wieder anders aus. Mehr ins Indische gehen hier die Gesichtszüge. Doch verschmolzen mit denen der Thais. Myanmar ist eines der wenigen Länder die noch verblieben sind, welche noch nicht komplett von der westlichen Mode assimiliert wurden.

Die Männer tragen Longhis, das sind Wickelröcke die wie ein Schlauch genäht sind und vorne zusammen geknotet werden. Meist sind sie klein

Hübsch geschmikt auf dem Markt

Hübsch Thanaka auf die Wangen und ab auf den Markt

kariert oder mit kleinen Mustern. Mein Favorit waren die mit den kleinen Hakenkreuzen. Männer tragen Blau, Beige oder eine andere dunkle, gedeckte Farbe. Getragen werden sie von Jung und Alt, mit Hemd oder T Shirt. Frauen kleiden lange Röcke mit Bluse, Saris oder Hosen. Kinder hüpfen meist in Schlafanzügen mit Actionfiguren oder Angry Bird Drucken herum.

Bei Frauen fällt auf, dass sie hellbraune Farbe auf den Wangen haben. Sieht aus, als hätten sie sich mit einem Tapezierpinsel einen Strich Lehm ins Gesicht gewischt. Hergestellt wird dieses Thanaka frisch, indem man einen Baumstamm auf einer Steinplatte reibt, während man etwas Wasser dazu gibt.

auch Kinder tragen beige im Gesicht

auch Kinder tragen beige im Gesicht

Es entsteht so die helle Paste welche man sich erst komplett ins Gesicht schmiert, dann extra Klekse auf Wangen und Nase anbringt. Thanaka sei ein Sonnenschutz und sie finden das schön, da helle Haut hier Wohlstand repräsentiert.

Das westliche Schönheitsideal weißer Zähne finde ich hier nicht vor. Denn fast jeder, ob Mann oder Frau, hat rötlich bis schwarz verfärbte Zähne. Da sie alle-

Thanaka Verkäuferin

Thanaka Verkäuferin

Alle, ob Polizist, Bankangestellter, Flughafenpersonal, Kellnerin, Marktfrau oder Schaffner durch die Bank durch mit dem kauen und ausspucken der Betel beschäftigt sind.

20130410164638IMG_5388Für mich als spießigen Westler ist es weiterhin ekelhaft mit ansehen zu müssen, wie die Menschen mit rostigem Ausfluss um die Lippen herum laufen und mit einer leichten Drehung sich während dem Gespräch abwenden um einen großen Flatsch roten Speichels weg zu speien. Es wirkt grotesk, wenn ein hübscher Mensch vor einem steht, plötzlich mit dem Lächeln ein rotes Gebiss entblößt und diesem dann rostiger Schleim aus dem Gesicht fällt.

Straßenarbeiter Barfuß oder in Flipflops. Arbeitskleidung gibts nicht.

Straßenarbeiter Barfuß oder in Flipflops. Arbeitskleidung gibts nicht.

Die Straßen und Flächen sind somit auch voll mit roten Spei Spuren und manch verfehlter Wurf schmückt Fensterläden und Türrahmen.

…Die Horrorgeschichten aus dem Lonely Planet stellen sich als Ente heraus. Die freundlichen Damen der Zollkontrolle haben nicht wie erwartet uns auseinander genommen und als Staatsfeinde behandelt, sondern uns lächelnd in Ihrem Land willkommen geheißen und einen schönen Aufenthalt gewünscht. Auch der Zoll hat unser Gepäck in Ruhe gelassen.

betörend duften diese Blumen. Opfergaben im Tempel

betörend duften diese Blumen. Opfergaben im Tempel

Den Bankautomaten am Flughafen sollte man sofort bei Ankunft um einige Kyat erleichtern. Da die Bankautomaten sich erst neu in Myanmar ansiedeln, sind sie sehr rar.

Erster Eindruck: Positiv aber seltsam.

Schriftzeichen sind komplett nicht lesbar. Leider sind auch die Zahlen nicht so wie wir sie kennen. Hier sind Marion und ich absolute Analphabeten.

Ein Mann mit einem Schild in der Hand erwartet uns schon am Ausgang. Gemeinsam mit zwei weiteren Touristinnen steigen wir in einen schäbigen Kleintransporter und fahren eine lange Strecke bis zu unserem Hotel.

Haushaltswaren aus recycelten Autoreifen. Sandalen und Abfallkörbe

Haushaltswaren aus recycelten Autoreifen. Sandalen und Abfallkörbe

Die Stadt macht einen durch Isolation und Sanktionen gebeutelten Eindruck. Doch gleichzeitig sieht man sauber angelegte Parks und prunkvolle, goldene Tempelanlagen.

Das Hotel befindet sich in einer Seitenstraße. Vor der Tür wimmelt ein Markttreiben. Obst, Gemüse und Blumen werden feil geboten, es gefällt uns hier.

Das Hotel ist einfach, aber sauber. Klimaanlage und Frühstück sind in dem horrenden Zimmerpreis von 25 US$ beinhaltet.

Die fiesen, fetten, frittierten Bananen halten leider noch an, doch trotzdem gehen wir die kulinarischen Schätze des Landes suchen. Wir haben uns zu wenig Geld abgehoben vom Bankautomaten am Flughafen, daher suchen wir nach einem weiteren Automaten.

Klebstoff schnüffelnder Straßenjunge

Klebstoff schnüffelnder Straßenjunge

Auch von diesem erhalten wir ein paar Kyat. Die Gebühr für das Abheben der Kyat beträgt 5.000 Kyat (4,40€) Da ich diese von meiner Internetbank erstattet bekomme, tangiert mich nicht, dass der Automat nur geringe Beträge ausspuckt.

Wir essen das köstlichste Eis seit Monaten. Gesüßte Kondensmilcheis mit bunten Fruchtgelee Stückchen ist Marions Favorit, ich steh gerade voll auf Schoko.

Woody House Mandalay

Woody House Mandalay

Die nächste Bar steuern wir an. Eine große Dichte an Einheimischen sitzt im Woody House, wir finden nicht sofort einen freien Tisch draußen, werden freundlich drinnen platziert. Wir trinken das köstliche Schwarzbier, eine Art Kilkenny und anschließend ein Lager. Myanmar Lager ist ein überraschend gutes Export mit 5%Vol. Darauf folgt ein Starkbier mit über 6%Vol, mein Star ist das Myanmar Lager Bier für 1.500 Kyat (1,30€) Die Flasche hat 640 ml so stillt das den Durst von uns beiden fürs Erste.

Auch das Essen hier ist lecker. Man warnte uns vor dem skurrilen Essen in Myanmar. Der Glasnudelsalat, das Curry und die Suppe waren ein Hochgenuss. Ein Gericht kostet ca. 1.500  Kyat/ 1,30 €. Wir spazieren noch ein wenig durch die verlassenen Straßen, ab 22 Uhr ist die Stadt zappenduster. Sperrstunde- erfahren wir.

5. AprilIMG_5032 2013 Myanmar Yangon

Ocean Pearl Inn 2 Das Frühstück besteht aus einem hart gekochten Ei, Tost Scheiben und Ananas Marmelade (lecker, aber sehr süß) einer Banane, Kaffee und Tee.

Der Manager ist ein älterer Mann im Rock mit freundlichem Gesicht, roten Zähnen und akzeptablen Englisch Kenntnissen. Er gibt uns Tipps. Welche Route wir laufen sollen, welche Tempel wir besuchen können und erzählt uns von der Zugstrecke im Kreis um Yangon herum.

Taube sitzt auf Schildkröte (Botataoung)

Taube sitzt auf Schildkröte (Botataoung)

Diese Fahrt kostet 1 US$ und dauert 3 Stunden bis man wieder am Ausgangspunkt ist. So bekommt man einen Eindruck des Landes im Vorbei fahren.

Wir besuchen Botatoung Pagoda Yangon. “Buddhas First Sacred Hair Relict Pagoda”.

Hier sind ein paar Haare des Buddha, ein paar Zähne und andere Relikte des Ehrenwerten ausgestellt. Eingefasst in einem Elfenbein Schrein, dekoriert und gefasst in Gold, mit Diamanten und Juwelen besetzt.

Marion turtelt mit ein paar Novizinnen.

Marion turtelt mit ein paar Novizinnen.

Wir zahlen den Eintritt von 3 US$. Unsere Passnummer wird notiert (Big Brother is watching you) und wir besuchen den Schrein. Überall laufen Mönche herum. Die Nonnen tragen rosa Kutten und haben geschorene Köpfe wie die männlichen Mönche auch.

In Thailand erfuhr ich, dass Mönche einen nie direkt um Geld anhauen. Sondern, dass man selbst gibt. Hier scheint das anders zu sein.

und kleine Mönchsnovizen

und hier ein paar kleine Mönchsnovizen

Marion und ich werden mehrfach um eine Geldspende in die eigene Kutte gebeten. Womit die Frage, ob Mönche wirklich nicht mit Frauen sprechen dürfen, sich auch erledigt.

Es gibt alle möglichen Wege sein Geld in den Tempeln los zu werden. Man kann Aale und kleine Welse kaufen um sie in den Tempelteichen frei zu lassen, wo sie gleich von den monströsen Welsen inhaliert oder von den Tausenden Schildkröten zerstückelt werden.

Spende ins Schiffchen legen und an der Kurbel drehen, dass das Schiffchen zum Dach schwebt.

Spende ins Schiffchen legen und an der Kurbel drehen, dass das Schiffchen zum Dach schwebt.

Oder man wirft sein Geld in die Schlitze der Relikte, heftet sie an dies oder das, bezahlt einen Schlag mit dem Gong damit, dreht ein goldenes Schiff mit seinen Wünschen an einer Seilbahn ein paar Meter näher in Richtung Tempel, kauft gefaltete Geldscheine damit und wirft sie wie auf dem Jahrmarkt  in Schalen platziert auf einer pappmache Miniatur des Tempels auf einer sich drehenden Platte zu Zirkusmusik.

Das Spendenkarussell

Das Spendenkarussell

Die ganze Stadt wimmelt von Mönchen. Man sieht sie betteln, essen, schlafen, plaudern, Zigarette rauchen, Whisky trinken, mit dem Smartphone spielen, Bier trinken, herum lungern, Moped fahren, Karten spielen oder beim Shopping wie sie neue Schuhe anprobieren oder Wimperntusche testen.

In der Sule Pagoda treffen wir einen attraktiven, äußerst charismatischen Mönch mit dem wir ein wenig plaudern. Er warte auf jemand. Wolle sich in der Pagode mit einer Internetbekanntschaft treffen. Habe er über Facebook kennen gelernt.

Sule Pagode 1000 Jahre

Sule Paya Pagode 1000 Jahre

Im Großen und Ganzen weiß ich jetzt, dass ich eigentlich nichts über diese Gruppe der Menschen weiß. Spannend.

Die Sule Paya Pagode ist ein etwa 2000 Jahre alter goldener Tempel welcher heute in der Mitte des größten Kreisverkehrs Yangons liegt. Umrandet ist sie von Handyzubehör Verkaufsläden, Schneidern, Gitarrenverkäufern und einem Internetcafé. Am Eingang wird man aufgefordert die Schuhe auszuziehen und eine Spende zu geben.  Hat man dies getan, kommt man um die Ecke zum eigentlichen Ticket Schalter.

Erst dann merkt man, dass man vor der Tür in eine Falle getreten ist und gerade ordentlich Geld dafür bezahlt hat, dass jemand auf Deine ausgelutschten Flipflops aufpasst.

Sicher ist Sicher!

Sicher ist Sicher!

Für die Zukunft: Nie denken, bezahlen zu müssen, wenn dafür keine Quittung heraus springt.

Es ist 36 Grad heiß und staubig trocken.

Sicher ist Sicher!

Sicher ist Sicher!

Wir haben beschlossen in die Markthallen zu gehen. Auf großen Haufen liegen Medikamente auf dem Boden. Wir haben die Apothekenstraße entdeckt. Daneben Antiquitäten und Stoff Händler. Wir schlendern durch lange Gassen voll von emsig an Vorsintflutlichen Nähmaschinen arbeitenden Schneiderinnen. Frauen die Seidensaris mit Perlen besticken und kostbare Stoffe kostbarer machen durch Ihre Fleißarbeit.

Tumult am Bahnsteig

Tumult am Bahnsteig

Hier muss ich unbedingt mein Hängematten-Moskitonetz schneidern lassen das ich mir ausgedacht habe und wofür ich mir in Bangkok den Stoff gekauft habe. Tolle große Papier und Seide Sonnenschirme liegen in den Auslagen, Handarbeit für ab 3 € das Stück. Die Seide hier ist billiger und auch besser als in Bangkok. Dumm nur, dass wir die Einkäufe schon erledigt haben.

Zu heiß um weiter zu laufen, wir entscheiden uns Zug zu fahren.Circular Train Yangon.

Circulum Train fährt hier am Markt vorbei. .Rechts unten die Auslage einer Fleischverkäuferin.

Circulum Train fährt hier am Markt vorbei. .Rechts unten die Auslage einer Fleischverkäuferin.

Einmal um die Stadt bitte. 1 US$ vom Hauptbahnhof.

Ein uralter Zug, Waggons aus Holz, Fenster oder Türen gibt es keine mehr, es gibt keine Sitze, nur jeweils eine durchgehende Bank links und rechts an der Fenster Front. Die Einheimischen transportieren alles in diesen Waggons.

Während der Fahrt wird sortiert und Abfall über das Fenster entsorgt.

Während der Fahrt wird sortiert und Abfall über das Fenster entsorgt.

Säckeweise Obst, Gemüse, Blumen, Kartoffeln, Kleinvieh. Mädchen und Jungs mit Bauchläden steigen aus und ein und verkaufen Kochmais, Suppe, Getränke, Zigaretten und vorbereitete Betelblatt-Kalk-Betelnuss Bomben die sich die Leute dann gierig in den Mund stopfen und das Sabber Desaster einläuten.

Der Zug fährt an viel Elend vorbei. Man sieht viele Menschen die kein zu Hause haben und verdreckt in der Gosse liegen. Ebenso fährt man an mit Stacheldraht und hohen Mauern geschützten „besseren Wohngegenden“ vorbei. Während ich den Kopf heraus strecke um mir vom Fahrtwind das schütter werdende Haar durch Staub aufwerten zu lassen, die Gegend zu genießen und mich meines Daseins zu erfreuen, bemerke ich nicht die Frau mit dem Wassereimer.

Happy New Year, Platttsch!

Happy New Year, Platttsch!

Einige Häuser sind sehr nah an die Gleise gebaut, man fährt knapp an den Zimmern vorbei. Aus einem dieser Fenster kommt der Inhalt aus einem vollen Eimer Wasser auf mich zu geschossen und erwischt mich komplett frontal. Mit 10 km/h entfernen wir uns von der Angriffsstelle, das Gelächter im Zug ist groß.

Scheint wohl öfter vorzukommen. Man erklärt mir, dass kurz vor dem „Wasserfest“ dem Burmesischen Neujahr solche Attentate passieren können. Während ich mich durch den Fahrtwind trocknen lasse, erwischt mich eine weitere Wasserbombe.

ängstlich schaut er ob Wasser oder Speichel naht

ängstlich schaut er ob Wasser oder Speichel naht

Schlimmer jedoch war der Peitschenhieb eines vorbei rauschenden Astes. Ein Fahrgast hatte ihn zuvor mit seiner Betelspucke geschmückt. Dies erwischt mich am Arm. Marion, ich bin dir so dankbar, dass Du feuchte Taschentücher bei Dir hast. Und- Ja, ich werde mich nie wieder darüber lustig machen.

Trotzdem ist die Fahrt mit dieser Bahn einmal um die Stadt ein „Must do“, wenn man in Yangon ist.

Den Abend lassen wir ausklingen in unserer neuen Stammkneipe -der Woody Bar. Der Besitzer setzt sich irgendwann zu uns. Ein kräftig tätowierter Mann. Er lädt uns auf ein paar Whisky ein.

Frauenparkplatz?

Frauenparkplatz

Verblüffend feines Getränk. Wir haben zuvor eine Palette von Köstlichkeiten aus seiner Speisekarte vertilgt. Darunter ein Grüner Tee Blätter Salat. Er erzählt einiges über sein Land. Es wird 22 Uhr. Sperrzeit wir müssen gehen.

6.April 2013. Yangon-Inle Lake.

Heute wollen wir zum Inle Lake Myanmar fahren.

Wasserverkäuferin.

Wasserverkäuferin.

Dieser See ist nördlich von Yangon, es handelt sich um ein touristisches Highlight das man gesehen haben muss, haben wir gelesen, das wollen wir überprüfen.

Der Bus fährt 10 Stunden, -heißt es. Wir wollen Zug fahren, ist spannender denken wir. Nach einem leckeren Frühstück laufen wir zum Bahnhof. 9 US$ kostet das Ticket, 50 US$ zu wechseln ist eine schwierige Sache, jedoch schafft es der freundliche Ticketverkäufer schließlich, nachdem er mehrere Läden abgeklappert hat.  Man darf als Ausländer nur mit Dollar dieses Ticket bezahlen, es muss auch hier dringend der Pass vorgelegt werden.

Wir müssen einmal umsteigen in Pyinmana. Dann umsteigen in den Zug nach Shwenyaung.

unsere lustige Reisegruppe.

unsere lustige Reisegruppe.

Wir buchen zweite Klasse, haben Platznummern, die Sitze sind Holzklasse, Vierersitze, immer zwei zu zwei Gegenüber. Die Fahrt soll 16 Stunden dauern. Dauert zum Schluss aber 26 Stunden.

Trotz der Holzsitze, den vielen Gepäckstücken auf den Fluren, der vierköpfigen Kleinfamilie die zusammengepfercht auf dem Zweiersitz uns gegenüber sitzt, dem manchmal beängstigend kräftigen geschaukel des Waggons, dem Staub der durch die offenen Fenster durch den Waggon zieht bis er auf und in Dir landet, wird das ein schönes Erlebnis.

Die Menschen unterhalten sich, man merkt nicht, dass sich viele der Leute im Zug nicht vorher gekannt haben. Die Menschen teilen wie selbstverständlich alles was sie mitführen miteinander.

ohne mein Offline GPS wüßten wir nie, wo wir sind.

ohne mein Offline GPS wüßten wir nie, wo wir sind.

Für die Kinder werden Spielwiesen unter den Sitzen angelegt. Die Alte Oma (Foto) wird vom Sitznachbar gefüttert. An jedem Reissack hält der Zug. Scharen von Verkäufern klettern über die Sitze und an den Säcken und Kisten entlang um ihre Ware anzubieten.

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Himbeeren Verkäuferin

Maiskolben, Suppen, frittierte Fischhaut, Wassereis in Plastiktüten, Nudelsalat, Cremes gegen allerlei Zipperlein, Magische Wässerchen, Wassermelonenscheiben, Bananen, Kartoffeln, Kohl, Paprika, Maulbeeren, gelbe Himbeeren und Getränke. Das Wasser ist besonders interessant. In einem Tonkrug meisterhaft auf dem Kopf balancierend schwappt Trinkwasser. Geschützt durch einen flachen Teller wo ein Blechbecher liegt obendrauf ein Strohhut. Der Becher wird komplett eingetaucht in den Krug, man trinkt das Wasser und gibt den Becher zurück. Zahlt seinen Groschen. So wandert der Krug von Wagen zu Wagen, der Becher wandert von Hand zu Hand, von Mund zu Mund und immer wieder in das gleiche Wassergefäß. Das kurioseste: die Menschen sind alle noch am Leben.

Die Tochter unseres Sitznachbarn verträgt das Geschaukel nicht und kotzt das leckere Wassereis (Kirscharoma gesalzen), dezent und überraschend elegant aus dem Fenster. Aus dem Fenster fliegt so manches. Um genau zu sein: alles. Alles, was die Menschen im Zug nicht mehr brauchen. Sämtlicher Müll, ob Styropor Verpackung, Dose, Flasche, Plastiktüte oder Kippe. Alles wird einfach aus dem Fenster geworfen oder gespuckt und landet in der vorbei rauschenden Hecke.

Manchmal drückt einer den Finger gegen einen Nasenflügel und pustet einen Strom Rotze auf den Fußboden.

Am Bahnhof

Am Bahnhof

Die freundliche Kleinfamilie steigt mit uns aus am Bahnhof von Shwen Yaung. Es gibt noch keine penetranten Transportanbieter, so lehnen wir höflich den überteuerten Minivan ab und stellen uns auf die Straße nach Yaung Shweng (von Shweng Yaung nach Yaung Shweng ) Ein Tricycle hält an, wir feilschen auf 1.500 Kyat pro Person und fahren mit. Die alte Dame neben Marion verliebt sich in ihre schöne weiße Haut und bekommt zur Erinnerung an sie Marions Fächer geschenkt, den wir im Zug irgendwo für 200 Kyat/ 0,17 € einer Händlerin abgekauft hatten. Geflochten aus Palmblättern.

Marions Verehrerin

Beste Freundinnen

Mit dem schönsten Lächeln das man mit einem karminroten Gebiss präsentieren kann, bedankt sie sich.

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Stupas- die Form ist einer umgedrehten Lotusblume nachempfunden.

Am Eingang der Stadt hält der Tricycle Fahrer an. Ein Polizist bittet uns höflich zur Kasse. Ausländer müssen Einritt bezahlen um den Inle See zu besuchen. 5 US$/ 3,83€ oder 5.000 Kyat/ 4,35€. Wir zahlen mit Dollar. Unsere Passnummern werden notiert. Wir steigen im Stadtkern aus, um die hiesigen Hotels der unteren Preiskategorie abzuklappern. In Myanmar sollte man im Voraus buchen stellen wir fest.

Die Hotels aus dem Lonely Planet sind ausgebucht, oder zwischenzeitlich so drastisch überteuert, dass wir ablehnen. Unter 25 US$ findet man nichts mehr. Auch die Unterkünfte die mit 8-10 US$ angepriesen wurden, sind über 25 $ geklettert. Nachfrage ist da, das Angebot fehlt leider noch in diesem Land.

Blick aus unserem Fenster zum Markttreiben auf dem Fluss

Yaung Shweng -Blick aus unserem Fenster zum Markttreiben auf dem Fluss

Wir entscheiden uns für das Joy Inn, weil wir endlich liegen wollen. Es ist momentan für 22 US$ das günstigste das wir bekommen und auch eines der netteren. Nach 30 Stunden die wir uns durchschütteln ließen, brauchen wir dringend eine Dusche und ein Bett.

Nach einem kurzen Nickerchen probierten wir das Myanmar Bier hier aus und speisen recht fürstlich burmesisch. Heut geht’s früh ins Bett.

8.April 2013 Yaung Shweng am Inle See.

Heute erkunden wir die Gegend. Das Frühstück besteht aus Papaya, einem köstlichen starken Kaffe mit gesüßter Kondensmilch, einem Ei nach Wahl und Toastbrot mit Butter und Erdbeermarmelade auf der Terrasse mit Blick auf den Kanal. Der Kanal ist gespickt mit Booten voll Kürbis, Tomaten, Kohl und Bambus. Ein geschäftiges Treiben findet in unmittelbarer Nähe unseres Frühstückes statt. Ein Umschlagplatz für Gemüse direkt unter unserem Balkon.

Mit dem Rad am Stupa vorbei

Yaung Shweng-Mit dem Rad am Stupa vorbei…

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Frische Luft und…

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…Staub fressen!

Wir mieten uns zwei Fahrräder. Statt 1.000 Kyat 0,89€ zahlen wir 1.500 Kyat. Weil wir die Preise nicht vergleichen. Halten noch an einem Hotel an das uns nett erscheint. Queens Inn. Freundliches Haus am Kanal, kostet 20 US$ Mit eigenem Bootsanleger. Mit den zwei spanischen Ladys die wir dort treffen, verabreden wir uns für den Abend, vielleicht machen wir eine Bootstour über den Inle See gemeinsam.

Mit den Rädern fahren wir westlich am See entlang. Es ist eine schöne Strecke, Reisbauern winken uns, viele vereinzelte Pagoden sind verteilt in der Landschaft, wo Payas den Weg zu den Buddha Statuen weisen. Die Stupas sehen aus wie überdimensionale Glocken aus Gold.

kann ich nicht lesen!

kann ich nicht lesen!

Mit den Rädern im Schlepptau über den See

Mit den Rädern im Schlepptau über den See

Irgendwann endet die Straße in der Baustelle eines Fünf Sterne Ressorts, wir verhandeln mit einem Bootsführer und lassen uns mit den Fahrrädern für 6.000 Kyat/ 5,22€ von Hupin Khaung Dine über den Inle See nach Mine Thauk übersetzen.

Dort fahren wir noch ein wenig nach Süden, wandern durch das Villa Inle Resort & Spa welches Luxus Bungalows für 100 $ die Nacht anbietet.  Allerdings ist es verlassen und wie ausgestorben.

Ego, Soe und Marion verhandeln den nächsten Tag

Ego, Soe und Marion verhandeln den Preis für den nächsten Tagestrip.

Auf dem Weg zurück treffen wir zwei Jungs die uns ein faires Angebot für eine Bootsfahrt machen. Ganztagestour für 15.000 Kyat/ 13€. Zwei bis Vier Personen passen auf sein Boot, es sei sein eigenes. Wir buchen ihn für 8 Uhr am nächsten Tag.

Auf dem Markt kaufe ich eine kleine Wassermelone für 500 Kyat/0,44€ und trage sie in meinem Fahrradkorb spazieren.

Myanmar hat zwei Winzereien erfahren wir, als wir total perplex vor einem Schild für ein Weingut stehen und uns neugierig den Berg hoch aufs Gut machen.

Das Wetter ist angenehm warm, es weht ein leichter Wind. Gemeinsam mit der Vegetation und dem Ambiente des Weingutes finde ich mich plötzlich in der Toskana wieder.

bei der Weinprobe lernt man lustige Leute kennen

bei der Weinprobe lernt man lustige Leute kennen

Die Toscana von Nyaung Shweng

Die Toscana von Nyaung Shweng

Wir lassen uns die Winzerei zeigen, wo sie mit Fässern aus Ungarn auch einen Barrique herstellen. Herstellung und Fermentierung erfolgt mit italienischen High End Maschinen, der Sommelier ist Franzose, der Besitzer ein Myanmar.

Auf dem Hügel lassen wir uns eine Weinprobe gefallen, für 2.000 Kyat bekommen wir je ein Probiererle Sauvignon Blanc, einen Rosé, einen Muskat und einen Cabernet Sauvignon. Sie riechen köstlich, auch die Farbe passt. Das Aroma allerdings findet den Weg von Nase in den Gaumen nicht. Somit Fad im Geschmack und im Abgang lau. Aber ! die Aussicht vom Weinberg herunter ins Tal ist toll und somit der Reise wert.

Haben den Wein und die Aussicht mit den zwei spanischen Bekanntschaften die wir im Queens Inn gemacht haben, genossen, denen wir zufällig hier begegnen. Dazu sitzt ein belgischer DJ mit seiner Freundin und ein Kanadier mit am Tisch.

Red Mountain Estate Vineyards & Winery. Wer auf Myanmar Lust bekommt die Luft der Toskana zu schnuppern bei einem Weinchen.- Das ist der Name dazu.

im Hintergrund: Trinkgefäß und Schutzabdeckung (Hut)

im Hintergrund: Trinkgefäß und Schutzabdeckung (Hut)

Hier im Dörfchen gibt es eine Art Night Market. Leider nicht zu vergleichen mit den traumhaften Fressständen in Thailand. Wir nehmen Nudelgerichte für 1.000 Kyat/ 0,87€  und Banana Pancakes nach Indischer Art.(Roti)

Morgen fahren die beiden Spanierinnen mit, wenn wir die Bootstour machen. 8 Uhr geht’s los.

9. April 2013 Inle See Tour.

Wir ziehen um ins Queens Inn. Stehen 7 Uhr auf, frühstücken wieder mit Blick auf das Markttreiben auf dem Wasser. Packen, schleppen unser Gepäck ins andere Hotel. Holen die Mädels ab und gehen zurück ins Joy Inn wo wir abgeholt werden.

Der Bootsführer heißt Soe, sein Helferling Ego. Maria und Theresa sind unsere Reisefreundinnen. Das Boot ist etwas kleiner als erwartet.

diese Tour haben wir uns vorgenommen

diese Tour haben wir uns vorgenommen

Der Inlesee und die Tour

Der Inlesee und die Tour

Lotusfaser Rohmaterial

Lotusfaser Rohmaterial

Nach einer luftigen Fahrt über den See, an Fischerbooten, schwimmenden Gärten und Dörfern auf Stelzen vorbei, erreichen wir unser erstes Ziel. Die Weberei. Hier werden Stoffe gewebt aus Seide, Baumwolle und auch Lotusfasern.

Die Stängel der Lotuspflanze werden geknickt und die dünnen Fasern heraus gezogen und sofort verzwirbelt. Der Stoff sei wertvoller als Seide, da die Gewinnung schwieriger sei. Sie fühlt sich etwas rauh an, fast wie die Faser von Hanf. Hervorragende Stoffe aus Seide, Baumwolle und Lotus sowie deren Gemische werden hier auf alten Webstühlen von Hand gefertigt. Marion kauft einen tollen Seiden Ikat 4 Meter für 25 US$. Ein guter Kauf.

schwimmende Gärten

schwimmende Gärten

Fischer bei der Arbeit

Fischer bei der Arbeit

Wohnen auf dem Wasser

Die Intha wohnen auf dem Wasser

Webstuhl mit Seidenikat

Webstuhl mit Seidenikat

Anschließend karrt man uns zu einer Messerschmiede. Ein Balg am Blasebalg, der das Holzfeuer schürt. Einer der das glühende Eisen auf den Amboss hält, drei Männer, die mit den Hämmern darauf prügeln.

Auch Messingteile, Scheren, Beile und Äxte stellen die Jungs in dieser altertümlichen Art und Weise her.

Von dort fährt uns das Boot zur Gold und Silber Schmiede, wo das gleiche im kleinen Stil mit Edelmetallen passiert.

Der dritte Step ist der Besuch einer Zigarren Manufaktur. Hier werden aus Tabakblättern und Gewürzen die Landestypischen konischen Zigarillos hergestellt.

Luftballons sind toll. Besserals Zigarren

Luftballons sind toll. Besser als Zigarren

Mädchen beim Zigarrenstopfen üben- bevor Onkel Levent Ballons verteilte

Mädchen beim Zigarrenstopfen üben- bevor Onkel Levent Ballons verteilte

Die ganze Familie hilft bei der Herstellung, zwei kleine Würmchen die mit Zigarrenverschnitt spielen schenke ich je einen Ballon. Die Produktion muss ab diesem Moment ohne die beiden auskommen, auch die Arbeitskraft der Mutter wird zurück geschraubt. Denn die muss die Ballons jedes Mal neu aufblasen für die Kleinen. Aber ein nettes „Thank You“ gibt es souffliert von der Mama.

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Tomaten auf schwimmenden Inseln

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unser Boot

Sämtliche Geschäfte die wir besuchen, stehen auf Stelzen im See. Viele Dörfer sind um und in den See gebaut. Alle Häuser stehen auf Stelzen. Die Menschen hier die dem Stamm der Intha anghören, leben von Fischfang und von Ihren schwimmenden Gärten. Per Rechen werden Wasserpflanzen aus dem seichten Wasser gezogen und auf schwimmenden Flächen aus Holzgittern aufgehäuft, welche von schwimmender Vegetation getragen wird.

Intha Bauer bei der Arbeit. Stutzen wir mal die Wasserpflanzendecke...

Intha Bauer bei der Arbeit. Hinten gesammelte Wasserpflanzen zum Aufschütten. Vorne: Stutzen wir mal den grünen Wellenfang…

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Das Prozessionsboot bei Phaung Daw oo

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Phaung Daw oo Pagoda

Auf diesen riesigen Flößen verrottet das Algengrün sehr schnell und bildet einen super Boden für alle möglichen Blumen, Obst und Gemüse. Dort wo das Wasser nicht ganz so tief ist, häufen die Menschen den Untergrund zu Wällen an und bauen auf den kleinen Flächen die Über dem Wasserspiegel stehen, Bohnen, Bananen, Tomaten und Kürbisse an. Damit der Wellengang der vorbei rauschenden Boote die Wälle oder die Schwimmenden Inseln nicht abträgt, sind große Teppiche schwimmender Pflanzen angelegt die mit Bambuszäunen an Ort und Stelle gehalten werden. Diese grünen Barrieren absorbieren die Wellen und werden, wenn Sie überhand nehmen von den Bauern einfach auf den Acker geschaufelt als natürlicher Dünger.

Mittagessen gibt es ebenfalls auf einem Steg Haus, Soe und Ego bringen uns in das Shwe Hinta.

Phaung Daw oo Pagoda. Mönche fotografieren unsere spanischen Freundinnen mit ihren Smartphones

Phaung Daw oo Pagoda. Mönche fotografieren unsere spanischen Freundinnen mit ihren Smartphones

Wo wir zu Tourist Preisen Mittelmäßig essen. Der Auberginen Salat ist jedoch köstlich. Auch der grüne Tomatensalat ist fein und lohnt somit den Besuch.

Nach dem Essen besuchen wir die Phaung Daw oo Pagoda. Ein üppiger Tempel, hier ankern die zwei Zeremonienboote in Form goldener Vögel welche sie im Oktober zu ihrer wichtigen Zeremonien über den See schicken.

Blattgold verklebte Klumpen -Phaung Daw oo Pagoda

Blattgold verklebte Figuren (Mitte) -Phaung Daw oo Pagoda

In der Tempelanlage selbst ist die Geschichte des Buddhas in einer Bildergallerie vorgestellt, in der Mitte befinden sich drei große Goldklumpen bestehend aus tausenden aufeinander geklebten Blattgoldplättchen. Man sieht viel Gold und Blingbling hier in der Anlage.

20130409150833IMG_5374Das absolute Highlight für mich wird jedoch, neben den schwimmenden Gärten, das große Kloster Ngaphechaung bleiben. Mitten auf dem See liegt diese Stätte des Friedens und der Ruhe. Großzügig gebaut aus Teak Holz. Die Mönche lehren in angenehmer Atmosphäre den Gästen die Weisheiten Buddhas und laden ein zum gemeinsamen Gebet.

Bekannt geworden ist dieses Kloster allerdings als „Jumping Cats Monastery“ weil Mönche die dort wohnenden Katzen soweit dressiert haben sollen, dass sie durch Reifen springen, und so weiter.

während die Mönche predigen und Fragen beantworten, wird gefespert und getratscht. Ganz unbefangen und normal

während die Mönche predigen und Fragen beantworten, wird gefespert und getratscht. Ganz unbefangen und in voller Harmonie

Als wir dort ankommen, entdeckt mich eine der zwei verbliebenen, verlausten, kleinen Kreaturen und schafft es, dass ich sie streichle. Plötzlich liegt sie in meinen Armen und ich beginne meine Runde um die Anlage zu laufen. Mit dem Kater auf dem Arm. Nach Abschluss meiner Runde springt sie genau an der Stelle wieder ab, wo ich sie aufgenommen habe.

Für den Tag haben wir relativ viel erlebt und gesehen. Für 16.000 Kyat/ 14€  also 4.000 Kyat pro Person war das ein günstiger und guter Trip.

Auch wenn viel Verkaufstour stattfand, war es spannend. Man hat ja keinen Kaufzwang. Für das Abendessen empfehle ich einen kleinen Imbiss an der Straße wo wir sehr leckere Nudelsuppe und Fried Rice gegessen haben. Direkt gegenüber des Silberladens auf der Hauptstraße. Zwei Buden weiter vom zerfallenen Zedi entfernt.

10. April 2013 Inlesee Chillout Day

Mit dem Queen Inn haben wir eine nette Bleibe in einem privaten Bungalow gefunden. Ich komme nun endlich dazu, mal wieder ins Internet zu schauen. Denn WIFI bieten sie hier auch an.

Allerdings merken wir heute auch, dass es zu den Feiertagen nicht so einfach sein wird, wie wir uns das vorstellten mit der Weiterreise.

Die Busse nach Mandalay seien bis zu einer Woche im Voraus ausgebucht, Nach Bagan wo wir die Tempelanlagen besuchen wollten, ebenso.

erst mal lecker öffentliches Wasser trinken

erst mal lecker öffentliches Wasser trinken

Das Burmesische Neujahrsfest Thingyan (Water festival) wird gefeiert, da steht das Land still. Flüge sind teuer, somit bleibt uns nichts weiter übrig, als entweder hier zu bleiben oder zu hoffen, dass am Bahnhof für den Zug etwas frei ist. Auch haben wir heute einen Strich durch die Rechnung gemacht bekommen, über Land weiter zu reisen nach Laos oder Thailand. Für die Ausreise aus einem anderen Grenzübergang benötigt man eine „Permit“ Eine Erlaubnis welche man vorher bei der Behörde beantragen muss. Diese dauert ca. 7 Tage und soll um die 30 -50 US$ kosten. Wir haben durch die Feiertage keine Zeit mehr für diesen Behördengang, somit werden wir wohl über Mandalay ausfliegen müssen. Zurück nach Bangkok. Um von dort weiter zu reisen.  Arrrgh!

rechts essen, ja nicht links!!!

rechts essen, ja nicht links!!!

Zum Abendessen sind wir wieder in den Warung vom Vortag gegangen. Dummer Weise saßen wir im Nachbarladen, welcher von einer der schlechtesten Köchinnen Birmas geführt zu werden scheint. Nicht erkennbar für uns, haben wir uns an den Tisch des Nachbarstandes gesetzt. Die Nahrungsaufnahme haben wir mit mieser Miene fortgesetzt und des Genusses vom Vortag hinterher trauernd unserer Starköchin vom Vortag deutlich gemacht, dass es uns bei ihr besser geschmeckt hat.

Waren heute Preise von Unterkünften vergleichen. Das beste Angebot der Stadt scheint das 4 Sisters Inn zu haben. Das nette Zimmer mit Bad kostet 20 $. Ab 2 Nächten bekommt man es auch für 15 $.

Morgen müssen wir früh zum Bahnhof. Hoffentlich fährt uns ein Zug nach Bagan.

11. April 2013 Zugfahrt nach Thazi

Markttreiben bei den Gleisen

Markttreiben bei den Gleisen

Beim Frühstück ist noch nicht klar, ob wir überhaupt weg kommen aus der Stadt.

Busse seien bis 8 Tage in die Zukunft ausgebucht. Wir versuchen unser Glück, halten ein Tricycle an, verhandeln mit ihm einen Preis von 1.000 Kyat/ 0,87€ pro Person nach Shweng Yao. Dumm nur, dass wir nicht erwähnt haben, dass wir zum Bahnhof wollen, so lässt er uns in der Stadt raus, weigert sich weiter zu fahren, wir weigern uns mehr zu bezahlen, so laufen wir den letzten Kilometer. Zum Glück habe ich die App Citymaps2go geladen, so ist es einfach die Strecke zu finden.Thazi,

Wir erfahren, dass wir nach Thazi fahren müssen, von dort dann einen weiteren Zug nehmen können. Zwei Holländerinnen, Marleen und Rosanne wollen nach Mandalay, müssen also auch über Thazi, wir reisen zusammen.

Maulbeerenverkäufer und Halbstarker mit „denn sie wissen nicht was sie tun“ Frisur

10:30 fährt der Zug, wir buchen zweiter Klasse für 3 US$. Erste Klasse wäre 9 US$ hätte viel Platz und gepolsterte Sitze, jedoch wohnen in diesen Sitzen auch gerne Bettwanzen. Der Stich der Bettwanze juckt zum aus der Haut fahren, die Stellen entzünden sich anschließend ganz fies und verheilen schlecht. Dem ziehe ich eine Holz Pritsche vor. Fahrt dauert 9,5 Stunden. Die Ärsche nehmen die Form des Sitzes an das Becken scheuert durch.

Wir haben einen sehr zuvorkommenden Zugbegleiter. Er teilt uns jedes Mal mit, wenn eine Pause ansteht, wo man das leckerste Curry kaufen kann, was das für eine Gegend ist. Der Mann hat fünf riesige Schnurrhaare am Kinn wachsen und es auf unsere Holländerinnen abgesehen. Viele Menschen in Myanmar sind stolz auf Ihre Besonderheiten. So zum Beispiel pflegen sie die Borsten die auf Ihren Warzen wachsen nicht zu entfernen.

und da wird das Warzenhaar präsentiert, gebaggert und gegraben.

Der Mann baggert und gräbt, während das Warzenhaar verführerisch im Takt des Zuges wippt.

Diesen Mann schmücken beachtliche 15 Zentimeter lange Borsten. Irgendwann machen wir dem Playboy aber deutlich, dass es nicht OK ist, so nah an meine Mädchen zu gehen.

Am Berg fahren wir vor und zurück. Um den steilen Pass zu überwinden, haben sie die Strecke Z-Förmig gebaut, wenn der Zug ans Ende des Gleises kommt, wird das Gleis umgestellt und es geht rückwärts weiter bis zur nächsten Weiche.

entweder es ist verdorrt und verbrannt oder es brennt noch

…oder es ist schon verbrannt

entweder es brennt noch...

entweder es brennt noch…

Die Wälder sind trocken, ständig fahren wir an Waldbränden vorbei, die von den Bauern gelegt werden um mehr Bauland zu bekommen. Der Schutz der Umwelt ist hier nicht bekannt. Der Gesamte Müll fliegt wieder aus dem Fenster, Altöl und Batterien fliegen ins Gebüsch.

Wenn wir an den Dörfern vorbei kommen, nehmen wir uns in Acht, da immer mit einem Wasseranschlag gerechnet werden muss.

und immer wieder Wasserangriffe von draußen

und immer wieder Wasserangriffe von draußen

Das burmesische Neujahrsfest Thingyan hat zwar noch nicht begonnen, die Leute schütten trotzdem schon von außen Wasser auf die Fahrenden. Während wir mit dem Wasser kämpfen, schleppt eine Frau einen riesigen Topf gebratener Hühnerköpfe in brauner Soße umher. Ein Topf voll toter Augen die in rotbrauner Soße schwimmen, starrt in unsere Richtung, während wir auf den Sitz Lehnen stehen und der Wasserschlacht zu entrinnen versuchen.

Frau Sitznachbarin konnte nicht mit ansehen, wie ich meine Ananas schälen wollte, so hat sie das übernommen.

Frau Sitznachbarin konnte nicht mit ansehen, wie ich meine Ananas schäle, so hat sie das übernommen.

Gegen 22 Uhr kommen wir an den Bahnhof Thazi.

Um vom einen Gleis zum nächsten oder zum Ausgang zu kommen, müssen wir durch Güterwaggons klettern. Auf den Gleisplattformen liegen viele Menschen auf Kartons oder Decken. Manche haben Moskitonetze über sich, manche liegen auf dem nackten Boden. Wir erfahren, dass sie gegen ein kleines Geld die Erlaubnis bekommen, auf dem Bahnhof zu übernachten.

Wir machen uns schlau nach Weiterreisemöglichkeiten.

Es fährt nichts in Richtung Bagan. Das heiß:

A.)entweder hier ein Guesthouse suchen und den Bus am nächsten Abend nehmen den es vielleicht nicht gibt… Oder

B.) mit dem Zug am nächsten Mittag nach Meiktila fahren, dann von dort nen Bus nach Bagan schnappen den es vielleicht nicht gibt… Oder

C.) 3 Stunden in den Norden nach Mandalay fahren und von dort in den Südwesten den Zug 9 Stunden zurück nehmen. -Ein Umweg.

Wir entscheiden uns für C.) wir fahren nach Mandalay.

Sollten wir kein Zimmer bekommen, durch die Feiertage kann alles ausgebucht sein, bieten uns die Holländerinnen an, ihr reserviertes Zimmer mit uns zu teilen.

12. April 2013 Mandalay.

auch nach 12 Stunden Fahrt kann Marion noch lächeln. ...Hier beim durch Waggons gehen um den Zug zu wechseln...

auch nach 12 Stunden Fahrt kann Marion noch lächeln. …Hier beim durch Waggons gehen um den Zug zu wechseln…

Von 22 Uhr bis 3 Uhr früh müssen wir am Bahnhof warten. Dann erst fährt der Zug nach Mandalay vor.

Wir essen ein kleines Curry bei einem muslimischen Burmesen, die Mädchen suchen eine Anhöhe, wo sie sich ablegen können. Ich wache derweil über das Gepäck, lese die letzten Seiten meines Walander Krimis „Der Feind im Schatten“ von Henning Mankel fertig. Spannende Geschichte, aber nicht unbedingt ein literarisches Meisterwerk.

Gegen 6 Uhr früh erreichen wir den Bahnhof Mandalay. Es ist ein großer Bahnhof, viel zu viele Menschen nach dieser Anstrengenden Reise. Mal wieder haben wir fast 24 Stunden Reise hinter uns.

Die Sonne geht langsam auf, während wir den Kilometer zum Hotel laufen. Citymaps2go weist uns den Weg. Sabai Phyu Hotel No.58, 81 st. Street 26th Street. Die Zimmer sind klein die wir uns nehmen, es sind Drei-Bett Zimmer, wir handeln zwei Zimmer auf je 18 US$ runter. Es ist 8 Uhr, die Beine zittern noch von der Fahrt. Das Tatammtatammtatamm des Zuges klingelt noch in den Ohren.

von links nach Rechts: Levent(nasse Hose)

von links nach Rechts: Levent(nasse Hose), Roseanne, Marie, Mendo, Marion und Marleen.

Ich bin noch aufgekratzt. Während Marion tief schlummert, mache ich mich an die Wäsche. Wundere mich aufs neue welch Dreck sich aus den Klamotten löst. Das Waschwasser ist kräftiger Braun, als der Kaffee den wir in meiner alten Kneipe der „Zwiebel“ unseren Gästen servierten.

Das Hotel ist Dreistöckig, es gibt Zimmer mit Klimaanlage ab 30 $, mit oder ohne privat Bad und Single Rooms für 12 $. Das Beste ist die Dusche. Ein gewaltiger Druck herrscht, spült einem im Nu den Dreck der Reise mitsamt der Epidermis vom Körper.

Mittags geht Marion alleine raus. Ich mache mich an den Blog um die Erfahrungen der Philippinen online zu stellen.

Am Abend gehen Marleen, Roseanne und ein deutsches Mädchen, Marie das ich auf der Suche nach dem besten Wifi Signal kennen lerne, mit Marion und mir essen.

unsere Zug Bekanntschaften.

unsere Zug Bekanntschaften.

Wir finden an einem Stand indische Teigfladen. Eine Art saure Pfannkuchen die uns mit dreierlei Soßen auf einem Blech serviert werden.

Dann geht es an einen Anderen Straßenstand, wo wir ein paar sehr leckere Currys von der Karte bestellen. Wir essen mit den Fingern, wie es sich gehört. Jeder greift in jeden Teller. Es gibt kein mein und Dein. Heute lerne ich, dass es sich nicht gehört, die Finger auch abzuschlecken. In Malaysia sagte man mir, das sei in Ordnung. Es scheint wohl mehrere indische Knigge zu geben. Für je 2.500 Kyat werden wir alle satt, haben aber noch kein Bier getrunken.

Gegenüber dem Königspalast gibt es ein schickeres Restaurant mit Dachterrasse. V-Bar. Dort trinken wir ein Bierchen und einen Fruchtshake. Der Ausblick ist ganz gut, das Bier kostet 2.500 Kyat/ 2,18€.

Das Stage bei Tag und in Aktion

Das „Pandal“  (Stage) bei Tag und in Aktion

Bevor wir den Weg nach Hause einschlagen, schauen wir noch, wo das Licht der Skyrose herkommt. Ein „Pandal“ eine Art Stage haben sie aufgebaut an den Straßenrand der vielbefahrenen Straße um den Palastgraben. Dort herrscht eine gewaltige Wasserschlacht. Die Boxen spielen laut Musik, es erinnert an eine Techno Rave.

Ein paar junge Leute kommen auf uns zu, überschütten uns mit Wasser und entschuldigen sich sofort dafür. Um anschließend eine weitere Flasche Wasser über uns zu gießen.

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was will uns dieses Schild sagen?

Abgefuckte Jeeps blockieren die Straße, hunderte Menschen tanzen auf der Straße, die Hälfte davon auf dem kleinen Jeep das unter der Last der tanzenden Halbstarken schon ganz platt ist. Die vorbei fahrenden Autos werden nass gespritzt. Mit Wasserpistolen und Wassereimern sind die Menschen bewaffnet.

22 Uhr, plötzlich geht die Musik aus, die Leute stoben auseinander. Ein Ding der Unmöglichkeit: Der Jeep fährt davon. Immer noch mit dutzenden Leuten auf der Motorhaube sitzend. Es erscheint eine Armee Polizisten. Der Grund, warum die Party sofort endet. -Sperrstunde, alles sofort abbrechen heißt es.

und das Ding ist anschließend weiter gefahren

und das Ding ist anschließend weiter gefahren

Wir verlassen sofort die Szenerie, nachdem wir 20 bis unter die Zähne bewaffnete Polizisten mit Schlagstöcken wedeln sehen und gehen glücklich und Wasser triefend nach Hause.

Am nächsten Tag erfahren wir, dass es eine Auseinandersetzung zwischen Polizisten und Feierleuten gegeben haben soll, nachdem wir gegangen sind.

13. April 2013 Mandalay Einladung zur Tempeltour mit Einheimischen.

7:30 Uhr. Wir treffen uns zum Frühstück. Wollen gegen 9 Uhr gerade das Haus verlassen, um Touristendinge zu tun, da verplaudert sich Marleen mit ein paar Einheimischen, die hier im Guesthouse wohnen. Mendo ein netter Junge der ein wenig Englisch spricht, lädt uns im Namen seiner Familie ein.

Happy new year, Platsch!

Happy new year, Platsch!

Sie fahren jetzt zum Tempel, ob wir mitfahren wollen. -Ob es weit ist? Ja! -Ob für uns 5 Personen denn Platz ist? –Natürlich!

Wir steigen hinten auf die Ladefläche eines Pickups auf, mit uns 5 Frauen, ein Kind. Vorne sitzen drei Männer beim Fahrer.

Wir fahren zum Mahamuni Image Buddha Temple. Die Mahamuni Pagoda.

Mahamuni Tempel- eine Bronze aus Angkor

Mahamuni Tempel- eine Bronze aus Angkor

Ein prunkvolles Gebäude, innen ausgekleidet mit Jadekacheln, Die Innenbereiche sind Blattvergoldet, Spiegelmosaike, Jade und Gold überall. Vor der Tür steht eine Turmuhr , Im Tempel befindet sich der große goldene Buddha, der von den gläubigen ständig mit Blattgoldfolie beklebt wird und sich immer mehr und mehr wulstig unter einer immer dicker werdenden Goldschicht verschwindet. Morgens zwischen 4 Uhr und 4:30 Uhr bekommt diese Statue seine tägliche Gesichtspflege erfahren wir. Unter anderem putzt man der Statue die Zähne mit einer Zahnbürste. Schade, dass viele Burmesen diesem Beispiel nicht folgen und ebenfalls der Zahnpflege mehr Achtung schenken.

Bronze aus Angkor mit stolzem Vater

Bronze aus Angkor mit stolzem Vater

viel Gold

viel Gold

for good luck ordentlich die Gong schlagen

for good luck ordentlich die Gong schlagen

Die Pagode ist voll mit Menschen die heute zu den Feiertagen hier her pilgern um Gaben, Speisen und Blumen zu opfern. Auch hier gibt es das Glückskarussel ein sich drehendes Konstrukt mit sich drehenden Schüsselchen wo die Leute versuchen Geldscheine in die Schale zu werfen dessen Symbol ihr Sternzeichen zeigt. In Seitenflügeln des Tempels stehen Bronzeskulpturen der Khmer. Wild streicheln die Menschen die Skulpturen, so dass sie an manchen Stellen golden glänzen und an anderen schwarz oxydiert sind. Diese Skulpturen sind aus Angkor Watt erfahre ich beiläufig, ohne den Wahrheitsgehalt zu prüfen.

mit der Gastgeber Familie zur Pagode

mit der Gastgeber Familie zur Pagode

Spendenkarussell

Spendenkarussell

Unsere großzügigen Gastgeberinnen

Unsere großzügigen Gastgeberinnen

Im komplett vergoldeten Tempel die Novizen

Im komplett vergoldeten Tempel die Novizen

vergoldete Gänge

vergoldete Gänge

Die gesamte Strecke die wir auf der Straße verbringen, ist eine durchgehende Wasserschlacht. Kinder mit Wassereimern, Männer mit Wasserschläuchen, Pump Gun Wasserspritzpistolen oder einfache Wasserflaschen aus PET.

verdammt Treffsicher sind die Gören

verdammt Treffsicher, die Gören!

Klatschnass sind wir, bei den Pausen oder Tempelgängen trocknen wir aber innerhalb kürzester Zeit wieder, denn es ist durchschnittlich 43 Grad Celsius heiß. Der Fahrtwind auf dem Pickup fühlt sich an wie ein 2000 Watt Föhn von Braun. Die Luft ist heiß, es ist jedoch nicht schwül, daher kommt man mit der Temperatur recht gut klar.

Bis auf die frittierte Kakerlake war alles super

Bis auf die frittierte Kakerlake war alles super

Nach dem Tempel fahren wir zum zweiten Frühstück.

Es werden 15 Schüsseln Burmesischer Spezialitäten aufgetischt. Schweinefleisch, Fisch, Rindfleisch, Bohnen, Sojasprossengemüse, Kürbis, Mais, Wasserspinat, Okra Schoten, Bambus, eine klare Suppe, frisches Gemüse, alles einzelne Gerichte in kleinen Schüsselchen. Wenn eine Schüssel leer ist, dann wird sie gleich wieder aufgefüllt und auf den Tisch gestellt.

Tischlein deck Dich.

Tischlein deck Dich.

Eine frittierte Kakerlake so groß wie mein Daumen die zwischen meinem Fleischstückchen verklemmt mitgebraten wurde, verdirbt mir den Appetit und ich widme mich nur noch dem Hühnchen und meinem Bier. Wir zahlen zu Fünft je 2.000 Kyat/ 1,75€  für ein riesiges All you can eat Erlebnis.

Das Essen verbringen wir komplett durchnässt. Bis wir aufstehen, sind alle schon wieder trocken. Es bleibt nicht lange Zeit, sich nach einer Abkühlung zu sehnen. Überholende Moped Gangs, und Jeeps sind alle bewaffnet und spritzen uns wieder nass.IMG_2227

Mit Fünfzig km/h auf der Straße

Mit Fünfzig km/h auf der Straße

Irgendwann waren auch wir bewaffnet

Irgendwann waren auch wir bewaffnet

Ich habe die Taschen voller Luftballons, allerdings habe ich sie nicht zu Wasserbomben machen können. Es gab keinen Wasserhahn unterwegs. So waren wir einfach nur unbewaffnete Opfer.

Als nächstes geht’s zur Swam oo Ponnya Shin Pagoda nach Sagaing. Diese Pagode wurde 1312 erbaut. Ein großer Hase und ein Frosch aus Bronze stehen vor der großen Skulptur des Buddha und versinnbildlichen frühere Inkarnationen des Buddha.

Diese Pagode liegt ca. 20 km südwestlich von Mandalay Dort gibt es über 600 Stupas und Klöster. Ungefähr 6000 Mönche leben hier.

Große Stupa

Große Stupa- Swam oo Ponnya Shin Pagoda

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in der Swam oo Ponnya Shin Pagoda

Dieses Fabelwesen besteht aus zwei gigantischen Ärschen die vorne zu einem Rumpf zusammen gewachsen sind.

Dieses Fabelwesen besteht aus zwei gigantischen Ärschen die vorne zu einem Rumpf zusammen gewachsen sind.

Der Stupa den wir besuchen, liegt auf dem höchsten Punkt des Berges. Um zu ihm zu gelangen, überqueren wir den breiten Irawadi Fluss über die von den Briten erbaute Ava Brücke.

die Ava Brücke

die Ava Brücke

Diese Brücke hat 16 große Bögen und war bis 1998 die einzige Brücke die den 2170 km langen Irawadi überquerte. Auf dem Weg hoch und auch runter zur Pagode und der Aussichtsplattform; wo man einen grandiosen Blick über den Irawadi bis nach Mandalay haben könnte, wenn nicht ständig Staub die Sicht behindern würde; stehen und kriechen bettelnde Frauen und erhoffen sich Almosen von den vorbei fahrenden Autos.

Novizen studieren die Bildlichen Darstellungen des Lebens von Buddha

Novizen studieren die Etappen des Leben Buddhas- Swam oo Ponnya Shin Pagoda.

Unsere Gastgeber sind gut situierte Burmesen aus Yangon. Sie seien im Hotel, weil sie hier Urlaub machen. Es ist toll mit Einheimischen zu reisen. Nirgendwo werden wir am Eingang nach einem Eintrittsgeld gefragt. Auch müssen wir uns wundern, wie günstig alles ist, wenn die Einheimischen den Preis erfragen.

die verspiegelten Wände-Swam oo Ponnya Shin Pagoda

die verspiegelten Wände.

Mendo, die Mädels und ich wollen heute Abend ein wenig aus gehen. Mal schauen, was das public partying so auf sich hat in diesem Land. Es ist schließlich Happy New Year.

Wir haben ein Wenig Hunger. Ich habe zum Glück eine Papaya so groß wie eine Wassermelone gestern mitgebracht bekommen von Marion, als sie unterwegs war ohne mich. Die schäle ich und esse sie zum Großteil, teile sie nur Stief brüderlich mit Marion. Wer schläft muss nicht essen denke ich. Das geschmackliche Highlight bringen bei einer Papaya die Samen. Sie schmecken nach schwarzem Pfeffer und gut zerkaut sind sie ein Hochgenuss zum süßen Fruchtfleisch selbst. Eine Papaya ist sehr dankbar, Eine Papaya wäre etwas das ich auf eine einsame Insel mitnehmen würde, wenn ich nur Drei Dinge aussuchen dürfte.

Fruchtshake ohne shake. Dafür Extra Frucht

Fruchtshake ohne shake. Dafür Extra Frucht

Wir setzen uns zu einem Fruitshake Stand, bekommen Orangensaft mit Fruchtstückchen aus Papaya, Erdbeere, Apfel, Ananas und Honigmelone. Es ist zwar kein Shake, aber absolut lecker.

Hier trinken sie vergorene Milch, eine Mischung aus Sauermilch und Joghurt. Tagsüber muss ich mal probieren, ob ich das vertragen kann. Heute belasse ich es bei dem Fruchtshake.

ja auch ein Mönch möchte sich amüsieren

ja auch ein Mönch möchte sich amüsieren

Wir suchen ein Stage das noch aktiv ist. Gehen am Palastgraben entlang und folgen einer Lichtquelle -wie die Motten.

Plötzlich sind wir in der Mitte des Geschehens. Es fühlt sich an wie eine große Party. Der abgefuckte Jeep steht wieder da. Massenhaft Leute stehen auf ihm. Der Wagen ächzt unter der Masse der Betelkauenden Jugend. Vorne auf dem Stage singt eine Myanmar Boygroup, die Menge Jubelt, singt mit. Auch wir singen mit. Denn der Text ist selbst erklärend. Wie die Stücke von Wolfgang Petry.

Eis schmilzt-tropft durch Sieb (wegen der Fremdstoffe)in Glas- voilá Kaltgetränk

Eisblock schmilzt-tropft durch Stoffsieb in Glas- voilá Kaltgetränk

Die Jugend trägt hier gern blondiertes Haar. Sie sind frisiert wie Fraggels oder Tokio Hotel nach Aufklärungspropaganda von Tina Turner. Die Blondierung reicht bei der Haarstärke nur für ein Morgenurin-gelb, höchstens Pissgelb. Gerne brüskiert sich der ein oder andere mit der Kunst Bierflaschen mit den Zähnen öffnen zu können. Entsprechend zerfetzte, betelrote Gebisse lächeln uns entgegen. Ekstatisch wirr ist auch der Blick mancher. Bier und Whisky fließt hier durch die Kehle, wie das Eiswasser das man uns in den Nacken gießt. So feiert man hier Sylvester. Ganz wie zu Hause.

Das skurrile an der Szenerie ist jedoch, dass Jung und Alt, Klein und Groß Versammelt sind. Alle kennen den Text, der eine ist besoffen und lallt den Song, der andere ist vier Jahre alt und kennt den Song. Die Mutter mit dem Säugling im Arm, der Opa mit dem Stock in der Hand. Viele Mönche begegnen uns zudem in diesem Partygewirr. Sie stehen am Gatter und schmachten den Stars zu. Manch einer mit dem Bier in der Hand, oder einfach nur still da stehend.

Eins A Kronkorkenfestes Gebiss hat der Bursche (denkt er)

Eins A Kronkorkenfestes Gebiss hat der Bursche (denkt er)

Unsere Gruppe ist ein weiteres Highlight. Unser Freund Mendo scheint ein bekannter Mensch zu sein, jemand erkennt ihn und fragt ihn nach einem Autogramm und erkundigt sich, ob er der ist der er ist…

Unsere natur blonden Holländerinnen werden von den Halbstarken belagert. Auch ich habe eine große Fangemeinde um mich versammelt und kann mich vor Handyfotoaufträgen nicht mehr retten. Ständig muss ich Hände schütteln, werde um ein gemeinsames Foto gebeten oder umarmt von meinem besoffenen Fan. Einer wollte mich küssen.

are you happy, happy? yes are you happy happy?

are you happy, happy? yes are you happy happy?

Die Masse wird ständig von betrunkenen Mopedfahrern zerschnitten. Man stelle sich ein gut besuchtes Konzert vor, wo jeder Dicht an Dicht zusammen steht. Es geht sichtbar nicht weiter. Aber es gibt immer noch den Horst der mit seinem Moped so lange hupt und einem ans Bein fährt, bis jender auf jemand steigt, damit Horst vorbei kommt und 16 Zentimeter weiter in der Menge steckt mit seinem Bock.

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was ist das für ein lustiges Kreuz auf deiner Backe?

was ist das für ein lustiges Kreuz auf deiner Backe?

Viele Straßenverkäufer treten dazwischen auf, verkaufen aus der Kühlbox Getränke, Snacks, einzelne Zigaretten oder Sonnenblumenkerne.

Eine Dose Bier kostet 1.000 Kyat/ 0,87€ , ich gönne mir viertelstündlich eines, nach ein ein halb Stunden ist 22 Uhr. Schlagartig wird die Party zerschlagen, wir eilen davon. Essen Chapati die indischen Fladen mit Curry Soße und Zucker, ich bestelle Hühnchen. Bekomme hernieder frittierte Brustplatten eines verhungerten Huhns.

Wir hatten heute viel Spaß. In Erinnerung werden die Freundlichen Gesichter mit den abartigen Gebissen bleiben. Ebenso das Pärchen das am Straßenrand Schmelzwasser von einem Eisblock zum trinken verkaufte (das Wasser läuft durch ein Teesieb, somit ist es sicher sauber…) Der Verkäufer hat mir ständig  das Schmelzwasser das sie nicht verkaufen konnten in den Rücken gegossen und sich anschließend dafür entschuldigt und gekichert. Und natürlich die zur Musik wippenden Mönche.

14. April 2013 Immer noch Mandalay.

Wir stehen früh auf, in der Hoffnung, dass die Familie wieder einen Ausflug macht und uns mitnehmen möchte.

Wieviele Burmesen passen in ein Auto? -Antwort: noch einer.

Wieviele Burmesen passen in ein Auto? -Antwort: -„immer einer mehr.“

auch Mopeds fahren selten nur mit einem Passagier

auch Mopeds fahren selten nur mit einem Passagier

Die Familie macht heut nichts, wir machen was Eigenes. Wollen spazieren gehen. Vielleicht zum Palast laufen von dem ich im Roman  „Der Glaspalast“ von Amitav Ghosh gelesen hatte. So weit kommen wir jedoch gar nicht. Auf der Straße wird man sofort als zu trocken erkannt und bekommt einen Eimer Wasser in den Nacken gegossen. Pickups voll Menschen fahren vorbei, bis auf die Stoßstange vorne und hinten sind die Autos besetzt. 16 Personen passen so in einen Kleinen Jeep. Wild wedelnde Menschen, meist bis unter die Zähne bewaffnet mit Spritzpistolen und Wassereimern.

20130415165617IMG_5799Während auf den Straßen die Wasserschlacht tobt, preschen sie die Straßen hoch und runter, werden von der Straße aus Nass gespritzt und wehren sich tapfer. Die Straßen vor dem Palastgraben sind schon komplett überflutet. Alle 200 Meter ist ein Podest aufgebaut wo laut die Bässe dröhnen und aus 50 Schläuchen VIP Gäste auf dem Podest von oben auf die Autos, Mopeds und Menschen Tonnenweise Wasser spritzen.

aber gleichzeitig gibt es auch Verkäufer für Speis und Trank

aber gleichzeitig gibt es auch Verkäufer für Speis und Trank

Eiswasser ist besonders unfair.

Eiswasser ist besonders unfair.

und jeder fragt: "are you happy,happy, happy?

und jeder fragt: „are you happy,happy, happy?

Da bleibt nichts trocken

Da bleibt nichts trocken

im Rücken haben sie den Stacheldraht überspannten Bereich.

im Rücken haben sie den Stacheldraht überspannten Bereich.

Kinder spielen in den Abwassergräben, Knietief stehen wir in dem braunen Wasser des Grabens das mit dem Dreck der Straße eine Suppe gebildet hat. Die Leute sind durchweg gut gelaunt, aber auch sehr betrunken. Whisky und Bier wandert von Hand zu Hand. Als Weißer wird man sofort umringt, sie rufen hallo, hallo, are you happy happy? Where are you from, are you happy happy?

und viel zu oft werden wir gebeten fotografiert zu werden oder ein gemeinsames Foto zu schießen. Ständig wollen sie auf ein Foto mit uns drauf. Wir posieren und fotografieren brav und schütteln Hände von tausenden von Menschen die sich freuen, dass wir da sind. Kommen aber keine hundert Meter weiter.

Wir fliehen auf eines der VIP Podeste. Fragen, ob wir hoch steigen dürfen. Es kostet zwar Eintritt, wir wollen aber nur kurz, daher erlauben sie uns den Spaß für eine halbe Stunde. Vor riesengroßen Bassboxen tanzen wir zur verblüffend guten Musik und vertreiben uns die Zeit damit, die vor uns verknotete Masse an Fußgängern, zum überquellen mit Menschen beladenen Jeeps und die Mopeds abzuduschen. Ich habe ein paar Wasserballons vorbereitet, die landen mit in der Menge.

Rabiat haben sie Ihr VIP Podest Fort abgesichert mit Stacheldraht. Die Masse an Menschen ist jedoch so groß, dass sie bis in den Stacheldraht gedrückt werden und im spitzen Draht hängen. Anscheinend sind sie das gewohnt, es stört sich niemand daran.

Mitten in der Wasserschlacht

Mitten in der Wasserschlacht

Die Autos stehen Stoßstange an Stoßstange. Sieht aus wie eine Loveparade Drive Inn. Viele Jeeps haben sich provisorisch Podeste aufgebaut auf denen die Menschen stehen und das ganze Gefährt wippt, während das Gerüst unter den Massen gegen das Gesetz der Physik hält.

Die Straßen sind zum Teil Knie hoch überflutet. Zwischen den laufenden Motoren springen Kinder umher, die betrunkenen Fahrer manövrieren unkoordiniert und ich muss meine Angst herunter schlucken, wenn ich die vielen Menschen sehe, die zwischen den eng aneinander stehenden Wagen zwischen den Stoßstangen hüpfen. Reihenweise Auffahrunfälle, Mopeds und Jeeps die aneinander schrammen, jedoch steigen die involvierten nicht einmal aus um den Schaden zu prüfen, feiern einfach weiter. Ich bin der einzige, der darauf achtet, nicht zwischen den Stoßstangen zu stehen.IMG_2262  IMG_2278IMG_2277

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Wilde Feier

von oben macht das ganze mehr spaß

besonders viel Spaß haben die Kinder

besonders viel Spaß haben die Kinder

15.April 2013 immernoch Waterfestival Mandalay

Heute checken wir aus. Da der Zug Abends 19 Uhr fährt, vertreiben wir uns den Tag im Guesthouse. Gegen Nachmittag werden wir von der Familie eingeladen auf eine Spritztour. Diese entpuppt sich auch wörtlich als Spritztour.

Spritzwasserschutz für die Elektrik des Mopeds

Spritzwasserschutz für die Elektrik des Mopeds

Mit Paketklebeband gegen Wasserschaden

Mit Paketklebeband gegen Wasserschaden

Einmal um den Königspalast fahren wir, passieren einige Wasserschlacht Knotenpunkte und Partypodeste. Werden mit Eiswasser übergossen oder frontal mit einem Feuerwehrschlauch getroffen fast von der Fahrbahn gespült. Wir fahren an Autos vorbei die gerade komplett die Fahrerzelle geflutet bekommen. Feuerwehrschläuche die die Fahrerzelle zu einem Swimmingpool machen.

Auch der Inhalt des Geldbeutels muss trocknen.Dollars und Kyat

Auch der Inhalt des Geldbeutels muss trocknen.Dollars und Kyat

Trotz 38 Grad Celsius frieren die Mädels. Es ist 18 Uhr. Wir fahren ins Hotel zurück. Die Klamotten werden zum trocknen aufgehängt, 19 Uhr machen wir uns auf den Weg zum Bahnhof.

Fide, ein neuer Reisefreund begleitet uns. Er ist 21 Jahre alt, hat das Abi gerade hinter sich und die Uni vor sich. Vorher will er noch ein wenig reisen. Er begleitet uns nach Bagan heute mit dem Zug.

Kinder lieben Luftballons

Kinder lieben Luftballons

Der Beamte am Schalter ist sturzbesoffen, lacht und kichert ständig beim ausfüllen des Zugscheines und braucht 45 Minuten dafür. 4 US$ kostet das Ticket. Die Zeit verbringen wir vor dem Bahnhof in einem Café. Wir trinken mitgebrachtes Bier und freuen die Kinder des Cafés mit Luftballons. Die neidische Oma schleicht vorbei und bekommt von uns auch einen Ballon.

22 Uhr fahren wir pünktlich los. Die Fenster schließen wir, nachdem die Flut ins Fenster nicht enden will. Wir haben jeder einen Vierer Sitz für sich, die Fahrt wird verschlafen.

16. April 2013 Bagan die Stadt der 4.000 Tempel.

Bagan ist gar nicht so groß wie es hier scheint.

Bagan ist gar nicht so groß wie es hier scheint.

5 Uhr kommen wir in Bagan an. Werden aus dem Waggon gefegt. Ein unverschämter Taxi Fahrer weckt uns und will uns für 3.000 Kyat pro Person befördern. Wir kennen den akzeptablen Preis. Er liegt bei höchstens 1.000 Kyat. Wir wachen unterwegs zur Straße erst auf und lösen uns von dem penetranten Typ. Verhandeln mit einem anderen Fahrer 1.000 Kyat/ 0,87€  pro Person, fahren los.

Es ist dunkel. Als wir die Grenze zur Stadt passieren, müssen wir je 10 US$ Eintritt zahlen. Ohne diesen Eintrittsschein bekommt man keine Unterkunft in der Stadt, auch sonst muss der Schein Griffbereit sein, wenn man unterwegs ist, erfahren wir.

Sonnenaufgang - drei fertige Gestalten

Sonnenaufgang – drei fertige Gestalten

Pann Cherry Guesthouse in Nyaung U ist ein sauberes und angenehmes Guesthouse. Zimmer werden erst zum späten Morgen frei. Doppelzimmer 15 US$, Fide erhält sein Einzelzimmer für 8 US$.

Wir entscheiden uns für eine Sonnenaufgang Fahrt,bis wir das Zimmer beziehen können. Mieten uns für 1.300 Kyat/ 1,13€  je ein Fahrrad.

Hinten Muli, Vorne Esel

Hinten Muli, Vorne Esel

Es ist eine Wüstengegend. Kakteen wachsen. Es ist staubtrocken. Dornen und Steppe dominieren die Landschaft. Überall stehen riesige Backstein Tempel herum. 4.000 Stück soll es hier geben, auf kleinstem Raum. Wir fahren einige davon an, sind überwältigt von der Pracht und Schönheit der zum Teil 900 Jahre alten Bauwerke.

Per Fahrrad ist die Gegend gut zu durchkämmen. Oft bleiben die Räder jedoch im Sand stecken, auch laden die Dornen für eine Pause zum Reifenwechsel ein.

Nach dem furchtbarsten Frühstück seit Langem (stichiger Auberginensalat, alte eingelegte Irgendwas und ein Curry aus Hühnergelenken) für 1.000 Kyat/ 0,87€  pro Person, begeben wir uns gleich zum nächsten Restaurant und gönnen uns einen richtigen Pfannkuchen und Eiscafé. Ein Genuss.

Sonnenaufgang in Bagan

Sonnenaufgang in Bagan

20130416111506IMG_5908Wir besuchen X Tempel, grasen somit die meisten der auf Lonely Planet eingezeichneten Prachtbauten ab. Werden von Postkartenverkäufern begleitet die uns alles zeigen wollen, natürlich später auch auf ein Geschäft hoffen. Wir sind überwältigt von der Kunst der Stätten.20130416100041IMG_5885

Gegen Mittag fährt Marion in einen Dorn und plättet den Vorderreifen.

Während ich das platte Rad Fide überlasse, damit er es auf seinem Fahrrad neben sich her schiebt, erlebe ich ein Revival und fahre mit Marion auf dem Gepäckträger. Wie damals auf den Philippinen; -nur ohne Moped.

Bierlaune Betel kauender Burmesen

Bierlaune Betel kauender Burmesen

Wir kehren in einen burmesischen Biergarten ein, trinken je 4 eisgekühlte Myanmar Lager für je 650 Kyat/ 0,57€, besorgen uns unsere Bustickets nach Mandalay am 18. April für je 8 US$ und legen uns aufs Ohr. Die Sonne steht im Mittag, wir sind geschafft.

Der Mittagsschlaf ist schwierig zu halten. Sehr spät denke ich daran, den Ventilator anzuwerfen, damit er den Brei, den die hier Luft nennen, etwas in Wallung bringt.

Der Gangnam Style tanzende Elefant

Der Gangnam Style tanzende Elefant

Vor unserem Fenster haben sie eine Volksbeschallung aktiviert. Boxen so groß wie das Saarland stehen vor unserem Fenster und bedröhnen uns mit einem Repertoire aus vier Liedern in Dauerschleife. Darunter sind zwei Gangnam Style Versionen und eine original Version Gangnam Style.

Am Abend machen wir uns nur noch auf den Weg ein Restaurant zu finden, kehren in der Restaurant Straße in einen Touristenladen ein. Essen je eine schlechte optische Kopie einer Pizza für 4.500 Kyat/3.92€ das Stück, trinken etwas dazu und sind überrascht, als wir fast 30 € Geld dort lassen.

Nach der Regenzeit kann es hier auch so aussehen

Nach der Regenzeit kann es hier auch so aussehen

In der brütenden Hitze von Bagan

In der brütenden Hitze von Bagan

Da das Wasserfestival immer noch anhält, werden wir ab und an auch nass gespritzt. Am Straßenrand in der Nähe des Pann Cherry Guesthouse ist eine große Bühne aufgebaut wo ein geschmückter Pappmache Elefant auf Opa Gangnam Style Pirouetten dreht. Anschließend fängt ein Männerchor an mit einem eintönigen Sprechgesang. Dabei tanzt ein bärtiger Mann der als Frau verkleidet ist, mit einem Sonnenschirm umher, fällt hin, steht auf und dreht sich im Kreis.

Wir verlassen die Veranstaltung nachdem wir hundert Menschen die Hand geschüttelt und jedem versichert haben, dass everything happy, happy, happy ist.

katzenjammer

Während der Singpausen nimmt die Klangkünstlerin gerne ein erfrischendes Bad.

Zurück im Guesthouse setzen wir uns noch etwas in den Hof. Essen Erdnüsse, die es hier im Übrigen immer gibt. Egal wo man sich hin setzt, gibt es die. Wir trinken grünen Tee und lauschen der Kakofonie die von der unweiten Bühne herüber schwappt. Wir einigen uns darauf, dass es klingt, als würde man zur Erzeugung dieser Töne eine Katze und ein Waschbrett verwenden. Wir lauschen auch den Klängen die wohl mit Hund und Hobel entstanden sein könnten und schlummern dankbar ein, als die gepeinigten Kreaturen erschöpfen und Ruhe geben.

Mitte hinten ich bei einer Fotosession

Mitte hinten: Levent bei einer Fotosession

Mein Bericht mag böse klingen. Es ist oft anstrengend, das gebe ich zu. Wie ein bekannter Star werden wir umlagert von vielen Menschen die uns fotografieren, berühren oder ansprechen wollen. Oft steckt man das gut weg, lacht und scherzt mit den Leuten, macht was sie wünschen. Manchmal will man jedoch einfach, dass die Massen einen in Ruhe lassen. So funktioniert das aber nicht.

Die tollen Eindrücke, freundlichen Gesichter und strahlenden Menschen wiegen die Anstrengungen bis jetzt aber immer und um ein vielfaches wieder auf.

17. April 2013 Sonnenaufgang auf einem Stupa Bicycle Tour durch Bagan.

Den Vorabend habe ich plaudernd und der abstrakten musikalisch erzeugten Klänge lauschend, bis um halb drei Uhr Nachts heraus gezögert. Hatte interessante Unterhaltungen über den Sinn des Lebens, der Schönheit des Daseins und der Notwendigkeit der Reise die wir gerade tun mit einem libanesischen Brasilianer und einem Tunesischen Schweden. Dabei haben wir thailändische Menthol Zigaretten geraucht und Burmesische Maiszigarren gepafft. Mehr als Rauch und Brandlöcher in der Kleidung durch ab und zu ab knisternde Glühgeschosse brachten diese Zigarren nichts.

Ein angenehmer Abend.

Sonnenaufgang in Bagan

Sonnenaufgang in Bagan

Marion tat es jedoch intelligenter, sie ist zeitig ins Bett und entsprechend gut erholt, als wir uns um 5 Uhr morgens mit den Fahrrädern auf den Weg zu einer Pagode machen, die wir besteigen wollen, um den Sonnenaufgang mit Panorama zu betrachten.

Wir finden uns bei einem riesigen Stupa ein. Dieser ist von vier Seiten mit Treppen versehen welche die 5 Ebenen um die Stupa (das glockenartig gebaute Mittelstück des Heiligtums) verbindet.

Wir steigen die steilen Treppen empor, bis zur letzten Ebene. Ich Depp klettere natürlich über eine Absperrung um hinauf zu kommen, Fide und Marion nehmen einen der unabgeschlossenen Tore welche auch ohne Absturzgefahr zu passieren ist.

Wir überblicken die karge Wüstengegend wo auf der wüstentrockenen roten Erde vereinzelt  Baumhohe Kakteen (Wolfsmilchgewächse) Benzinpflanzen und Dornenbüsche wachsen. Dazwischen ragen die vielen kleinen und großen Tempel empor. Ein unwahrscheinlich beeindruckendes Bild.

Die Sonne drückt sich langsam den Horizont empor. Rot schimmern die filigranen Bauten, die goldenen Stupas beginnen zu leuchten. Ein mit Worten nicht auszudrückendes majestätisches Panorama haben wir vor uns.

Ernsthaft ill der uns oben auf der Dünnen Mauer seine Bilder verkaufen

Ernsthaft ill der uns oben auf der Dünnen Mauer seine Bilder verkaufen

Zwischenzeitlich hat sich schon wieder ein Painting Verkäufer heran geschlichen und belagert den schmalen Streifen um uns um seine naiven Malereien vorzuführen.

Wir fahren Bis zum Mittag von einem Stupa zum nächsten. Sehen uns die größeren und bedeutenderen Pagoden genauer an, fahren diese an. Die Straßen sind sandig. Die Fahrradtour ist Mühsam.

Stolzer Papa eines Novizen

Stolzer Papa eines Novizen

Die Äste die auf dem Boden liegen, sind alle dornig. Man muss immer mit einem Plattfuß rechnen, wenn man über einen fährt.

Die Einheimischen fahren Moped oder Jeep. Auch mit dem Bus fegen sie an uns vorbei, wickeln uns in eine rote Staubwolke. Beim vorbei fahren hupen sie gerne mehrfach. Was uns bei einem Bus oft zu einem Spurwechsel treibt. Gehupt wird hier, wie so oft in Asien, nicht nur um zu warnen, sondern auch um Hallo zu sagen oder zu grüßen. Oder einfach weil man eine hupe hat. Lärm stört hier niemand scheint uns. Wir zucken aber immer, wenn plötzlich ein Schiffshorn hinter uns das Toupet weg weht.

all diese Menschen steigen von diesem LKW um den Tempel zu besuchen

all diese Menschen steigen von diesem LKW um den Tempel zu besuchen

Gegen Mittag kehren wir ganz erschöpft in unseren Lieblings Biergarten Shwe Yar Su ein. Myanmar Draught Beer, Chinese Food and Roast. Thiri Pyit Sa Yar, Yar Khin Thar Road ist die Adresse und ein guter Tipp, wenn man hier ist.

Auch diesen Mittag werden wir von Gangnam Style in den Schlaf gewogen, abends geht es wieder in die Wüste. Diesmal wollen wir auf ein Tempeldach klettern, um den Sonnenuntergang zu sehen. Fahren bequem eine halbe Stunde durch den roten Sand.

Schattiges Plätzchen mit Stil

Schattiges Plätzchen mit Stil

Dieses Dach haben wir am Vormittag entdeckt. Wir werden eine halbe Stunde belagert von vielen Einheimischen die mit Reisebussen angekarrt werden um die Tempel zu besuchen. Jeder zweite will ein Foto mit uns schießen, wir sind hier eine größere Attraktion als die Tempel.

Ein gewaltiger Sonnenuntergang bietet sich uns.

Ein kleiner Künstler zeigt uns seine selbst gemalten Postkarten. Ein Amerikaner kauft sie, damit der Knirps Ruhe gibt. Er eilt davon. Anscheinend nach Hause. Zehn Minuten später hat er eine neue Charge selbst gemalter Postkarten in der Hand und will sie uns stolz verkaufen.

Selbst gemalte Postkarten Verkäufer

Selbst gemalte Postkarten Verkäufer

Während der Rückfahrt habe nun ich einen Platten. Wie am Vortag auch fahren wir zu zweit auf einem Rad, diesmal sitzt Fide hinten auf meinem Gepäckträger und Marion manövriert das platte Fahrrad neben sich. Das Leben ist schön, denken wir uns, während wir über dieses De ja Vú Erlebnis lachen.

Am Abend sitzen wir mit mehreren Franzosen und ein paar deutschen Touristen zusammen. Trinken Bier, unterhalten uns über unsere Erlebnisse. Hanna sorgt dafür, dass ich Heimweh nach Berlin bekomme und am liebsten sofort in die Eismanufaktur nach Kreuzberg möchte um das Fleur de Sel Eis zu probieren von dem sie schwärmt.

Wir gehen alle zusammen in ein indisches Restaurant in der Restaurant Straße, beenden den Tag zu Mitternacht. Haben einen weiteren grandiosen Tag an den wir uns später, wenn wir alt sind erinnern können.

18. April 2013 kleines Shopping statt eines Museumsbesuches.

Wir checken aus, weil wir um 16 Uhr den Bus nach Mandalay nehmen wollen.

Da wir gerne auch das Museum besucht hätten hier, das aber kurioser Weise zu hat während der Feiertage, versuchen wir unser Glück heute.

Wir verhandeln zwei Fahrräder für zwei Stunden, 1.000 Kyat (0,87€)zusammen, mit dem Versprechen, dass wir einen entstehenden Schaden separat begleichen. 5 km Fahrt mit einer kleinen Unterbrechung um ein Pancake und ein Mango Lassy zu frühstücken. 5.000 Kyat/ 4,35€ finden wir teuer für das kleine Frühstück.

Das Museum hat zu. Es sei noch 5 Tage geschlossen. Also gönnt sich das Museum zwei Wochen Ferien. Wir schütteln mit dem Kopf.

Beim Besuch eines noch aktiven Tempels stoßen wir auf ein paar Lackarbeiten. Reisschüsseln in Pagodenform. Haben diese schon mehrfach bewundert und erbarmen uns diese der Dame abzukaufen. Sie geht auf 20.000 Kyat (17,40€) pro Stück runter, vorher hatten wir sie zu 50 bis 40 Tausend gehandelt. Somit haben wir ein weiteres Paket das wir aus Bangkok senden können- Hurra.

Holzapfelstämme für die Tägliche Gesichtspflege

Holzapfelstämme für die Tägliche Gesichtspflege

Diese unvergleichliche Stadt werde ich vermissen, es ist ein absolutes Highlight des Landes.

Wir besuchen noch das Flussufer wo einige Boote angelegt haben und schlendern über den Markt.

Hier verkaufen sie im großen Stil die Holzapfel Baumpflöcke die sie zur täglichen Schminke verwenden. Das Holz wird mit Zugabe von Wasser auf einem rauhen Granit gerieben und auf das Gesicht getragen. Hier sehen wir es wieder live.

einer geht noch

einer geht noch

Unser Bus ist überfüllt. Die Menschen sitzen auf dem Gang auf kleinen Plastik Hockern, wir sind froh, dass wir Platznummern haben. In Mandalay checken wir wieder in unserem Guesthouse ein, Sabai Phyu für 18 US$.

19. April Rückflug Bangkok

From → Südostasien

One Comment
  1. Lina permalink

    Hallo Levent! Hin und wieder lese ich in Deinem Blog und bin immer wieder begeistert!! Was ihr so alles erlebt…Toll! Lieben Gruß, Renate

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