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Philippinen V März 2013

April 26, 2013

15.März 2013 Übersetzen auf Bohol

wieder auf See. Camiguen nach Bohol

wieder auf See. Camiguen nach Bohol

Früh aus dem GV Hotel ausgecheckt, Gegen 7 Uhr mit dem Tricycle zum Hafen für je 8 P. Fähre nach Bohol fährt erst 9 Uhr. Warten so lange am Hafen, essen Doritos und vertiefen uns in eine Unterhaltung mit einem stotternden Holländer.

Die Schiffsleute vergurten derweil einen Kleintransporter mit allem was sie haben an die Verankerungen, damit bei Seegang das umstürzende Ding nicht unseren Schwerpunkt in Richtung Meeresgrund verlagern kann.

Verbringen 4 Stunden auf dieser klapprigen Fähre die uns aber unbeschadet übersetzt für 350 PHP (6,52€) pro Person und 22,5 PHP Hafengebühr die  wir extra begleichen müssen.

Algensalat, Krakenbabys,Glasnudelsalat

Algensalat, Krakenbabys,Glasnudelsalat

lecker Mini Muränen

lecker Mini Muränen

In Bohol am Hafen von Jagna kommen wir 12:30 Uhr an, nehmen den Bus nach Loboc über Loay wo wir raus müssen.  Aber nicht, bevor wir lecker zu Mittag essen. An einem Straßenstand laden ein paar Topfdeckel zum  Topfgucken ein. Wir inspizieren den Inhalt, sehen einen glänzenden Algensalat, vielarmige Meeresgeschöpfe und meinen geliebten Rochen-Jackfruit Curry, setzen uns auf die kleinen Plastikhocker. Pro Tellerchen zahlen wir zwischen 10 und 20 PHP, noch eine Literflasche Coca Cola dazu und wir haben köstlich gespeist für 100 PHP (1.90€) zu zweit.

Uns überkommt die sehr gute Idee ein paar Mangos mitzunehmen. 65 PHP kostet das Kilo der köstlichsten Früchte. 1983 soll die Philippinische Mango es als die süßeste Frucht der Welt sogar ins Guinness Buch der Rekorde geschafft haben, lesen wir im Reiseführer und bestätigen es Kopfnickend.

Der Bus nach Loay kostet 50 PHP, Von Loay nach Loboc 8 PHP. Nuts Huts ist ein von zwei ausländischen Pärchen geführtes Backpacker Paradies. Allerdings ein wenig Hochpreisiger. Sehr einfache aber gute Cottages sind am Flussufer angereiht. Man kann Kanus mieten, es laufen Ziegen herum, Palmen und Hibiskus Sträucher ragen in den Fluss hinein, ein kleiner Steg lädt zum verweilen oder einen Sprung in den Fluss ein. Allerdin

Ein kleiner Atlasfalter

Ein kleiner Atlasfalter

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Unser Bootsanleger Vor unserer Hütte

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Blick von unserem Bungallow Nuts Huts

gs hat diese Idylle nicht nur den monetären Preis, sondern auch den Preis des Fleißes. 350 Stufen erklimmen wir hoch und runter um an unser Idyll zu kommen. Bei praller Mittagssonne und 18 kg Gepäck auf dem Rücken eher unentspannt.

Auf dem Weg zum Nuts Huts, noch auf der Hauptstraße finden wir ein weiteres Guesthouse, zwischen Loboc und der Abzweigung zum Nuts Huts. Das kann mit einem Pool aufwarten und ist zudem günstiger. Beim nächsten Mal würde ich das vielleicht vorziehen.

Wir wohnen im letzten Cottage weit ab vom Schuss aber sehr idyllisch. Wie die Fotos beweisen.

es gibt viel zu tun hier

es gibt viel zu tun hier

unsere Hütte im Nuts Huts

unsere Hütte im Nuts Huts

Das Nuts Huts hat ein großes Restaurant am Hang gebaut wie eine Terrasse, man hat einen tollen Blick über den Regenwald und das Tal, wo der Fluss vorbei schlängelt.

Die lange Wanderung hat müde gemacht, wir trinken ein wohl verdientes Bier und essen ein erstklassiges Curry. Denn auch dafür ist das Nuts Huts bekannt. Dabei schließen wir Freundschaft mit ein paar Israelis und verabreden uns zum nächsten Tag mit Anniek einer Holländerin zur Trecking Tour mit Höhlenwanderung. Wir haben die mitgebrachten Mangos derweil geschält und eingelegt. So schwimmen leckere Mango Würfel in einer Tupper voll Rum. Diesen Basisstoff mischen wir mit Kokosshakes und anderen frisch zubereiteten Fruchtshakes und verabschieden somit gebührend einen weiteren schönen Tag unseres Lebens.

Blick aus dem Bungllow

Blick aus dem Bungllow

16. März 2013 Miniaffen und Schokoberge.

auf dem Dachgepäckträger reist es sich immernoch am Besten

auf dem Dachgepäckträger reist es sich immernoch am Besten

Sind früh raus, wollen ja heute eine Wanderung zu den Höhlen hier unternehmen. Es versammeln sich 13 Personen in jeder Form und Statur, ein Guide soll uns alle zu den Höhlen und zum Wasserfall begleiten.

Ich entscheide, dass ich keine Lust habe auf eine Massenwanderung dieser Art, Annieck, Marion und ich seilen uns ab und verschieben dieses Trecking auf Morgen, wenn die Anzahl der Wanderer geringer ist.

Moped mieten ist zu teuer...

Moped mieten ist zu teuer…

Das Mieten eines Mopeds stellt sich als übertrieben teuer heraus, wir entscheiden uns für die öffentlichen Verkehrsmittel. Ist ja auch viel Volksnaher. Wir stoppen einen Bus. Ich steige gleich auf das Dach, weil das mein liebster Platz ist.

Ich genieße die Fahrt auf dem Dach. Während Annieck mit Ihrer, uns damals unbekannten Phobie vor überfüllten Räumen, mit Marion zusammen gepfercht im Innenbereich des überfüllten Jeepneys sitzt, genieße ich die Fahrt auf meinem Thron, – dem Ersatzreifen auf dem Dachgepäckträger.

Mein Koboldmaki / Tarsier

Mein Koboldmaki / Tarsier

Trekkingtour in die Wälder des Koboldmakis

Trekkingtour in die Wälder des Koboldmakis

Selbstportrait beim waghalsigen Klettervergnügen

Selbstportrait beim waghalsigen Klettervergnügen

Wir fahren zu weit, bis nach Tagbilaran, statt bei Loboc nach Corella umzusteigen. Man fegt uns an der Endstation vor einer Shopping Mall und einem Wochenmarkt heraus. Wir nehmen einen weiteren Bus. Vorher decken wir uns mit Melone, Mangosteen und einer kleinen gelben Frucht ein, die verblüffend lecker nach Grapefruit schmeckt. Die Lanzones.

Die Busfahrt nach Corella darf ich nicht aufs Dach, schade. Bei Corella befindet sich das Tarsier Sanctuary. (50 PHP/0,93€ Eintritt) Der Tarsier heisst bei uns Koboldmakiund ist der kleinste bekannte Primat auf Erden, ist Nachtaktiv, ernährt sich von Insekten und hat riesige Augen die es erlauben es süß nennen zu dürfen. Als Klammeräffchen, Magnetfiguren, Hut und T Shirt Motive kann man sie hier im Empfangshäuschen bereits erwerben um sich sein eigenes Exemplar des vom Aussterben bedrohten Kleinaffen mit nach Hause zu nehmen.

Diesmal auf dem großen Bus mit Marion und Anniek

Diesmal auf dem großen Bus mit Marion und Anniek

Da sind wir drauf geklettert

Da sind wir drauf geklettert

Große abgesperrte Reservate haben sie hier in Corella. Abgeschirmt von Fressfeinden wie Raubvögeln, Katzen, Waranen und Süßwassergarnelen, leben sie in naturgetreuem Lebensraum.

Da sie Nachtaktiv sind und Tagsüber meist an einer Stelle schlummern, hatten wir eine große Chance auch welche zu finden. Drei Tiere haben wir auf unserem Streifzug durch das Gehege entdeckt. Ich konnte mit meinem Smartphone nah genug dran kommen um es auch zu fotografieren.

Später begaben wir uns auf eine Wanderung durch den anliegenden Urwald. Wir haben es bis zur Aussichtsplattform geschafft, eine nicht geplante Mehrstündige Trekking Tour somit in unseren Tag eingebaut. Nebenbei den Treepark

Chocolate Hills Kitschiger eingangsbereich

Chocolate Hills Kitschiger eingangsbereich

Kletterpark gefunden, wo ich unerlaubt und argwöhnisch von meinen Begleiterinnen beäugt herum geklettert bin.

IMG_4266Während dem fotografieren eines schlummernden, mir unbekannten Hochbaumschneckenpärchens musste ich mich gegen ein paar Riesenameisen behaupten. Marion und Anniek teilten meine Baumkletter-Begeisterung nicht. Ihre Blicke auf imaginäre Armbanduhren machten mir deutlich, dass wir weiter müssen, wenn wir vor Sonnenuntergang noch das nächste Highlight sehen wollen. So trottete ich, mein Erlebnis mit den Ameisen für mich behaltend hinterher und zum Ausgang des Parks. Wo ein paar schöne Grill und Camping Stätten auf dem Terrain noch mehr Erlebnis versprechen.

weit und breit  keine Schokolade gefunden

weit und breit keine Schokolade gefunden

Wir nehmen den Bus nach Carmen zu den berühmten Chocolate Hills. Annick retten wir den Tag damit, dass wir zusammen auf dem Dach des Busses fahren. Marion, Annieck und ich klammern uns aufs Dach, während die Mädels vor Freude jauchzen schimpfe ich mit Ihnen, sie sollen die Köpfe einziehen, wenn wir mal wieder zu knapp an einem Palmwedel oder Telefonkabel vorbei fahren. Nach einer Ohrfeige reißen sie sich dann endlich zusammen. Ein vorbei rauschender Ast erledigt das. Ernüchtert die beiden Tratschenden und mahnt der Gefahr.

Chocolate Hills.

Chocolate Hills

Chocolate Hills

Riesige Hügel die alle gleich aussehen, wie als hätte man gigantische grüne BH Körbchen ausgelegt. Seltsamer Weise wächst da auch kein Baum auf diesen Formen, sondern nur Gras. Im Spätsommer sind diese Hügel braun verdorrt, daher der Name. Wir erleben sie satt grün.

Am Eintritt werden wir wieder 50 PHP los, gehen auf eines dieser BH Körbchen auf einen Aussichtspunkt. Surreale Formationen, tolle Aussicht, wir stehen kurz vor dem Sonnenuntergang.

Die Aussichtsplattform ist touristisch gut genutzt, Souvenir Shops, Eisdielen und Fotografen teilen sich die Touristen auf. So eine Landschaft habe ich noch nie zuvor gesehen. Wir verlassen den Ort im rot des

was steht denn da auf dem Schild?

was steht denn da auf dem Schild?

Ich liebe Eis, Chocolate Hills

Ich liebe Eis, Chocolate Hills

Sonnenuntergangs, der Bus der uns nach Hause fahren soll, ist völlig überlaufen.

Ich sitze neben einer kleinen Frau und lasse mir meine Verwunderung nicht anmerken, als ich sehe, dass sie an einer Hand sechs Finger hat. Den zweiten Daumen hat sie wie die anderen Finger auch durch einen karminroten Nagellack heraus geputzt. Wir unterhalten uns während der Fahrt über das Wetter, die Vorzüge einer guten Infrastruktur im Umland und den Umweltschutz. Sie hilft uns im Dunkel den richtigen Punkt zu finden wo wir aussteigen müssen,  damit wir ins Nuts Huts kommen.

Am Abend sind wir recht erschöpft, haben einen langen Tag hinter uns gebracht. Wir sitzen an einer langen Tafel mit netten Leuten, trinken unsere, heute am zweiten Tag richtig durchgezogenen Mangos mit frischem Shake, essen ein feines Curry.

Am Tisch sitzen nette Menschen aus acht Nationen. Bis man uns zur Nachtruhe schickt, spielen wir lustige Ratespiele. Bis heute habe ich nicht verstanden, wie die Spielregel des „ich sehe etwas durch eine grüne Scheibe, was du nicht siehst….“ Funktioniert. Da war ich aber nicht der Einzige.

Finstere Gestalten, Lichtscheues Gesinde

Finstere Gestalten, Lichtscheues Gesinde

Nachdem wir durch eindeutige Signale (Licht aus) von der Restaurant Terrasse gebeten worden sind, versammeln wir uns auf der Terrasse des Dormitory Baumhauses, wo wir den letzten Rum vernichteten und sämtliche Schachteln Zigaretten unter uns aufrauchten.

wir haben sie gerochen bevor wir sie entdeckt haben

wir haben sie gerochen bevor wir sie entdeckt haben

17.März 2013 Bohol nach Cebu

Marion fordert einen „Ich“-Tag ein. Annieck und ich gehen wandern. Wollen die geführte Höhlenwanderung vom Vortag unternehmen.  Wir setzen vom Nuts Huts über auf die andere Seite, laufen einen gut sichtbaren Pfad hoch auf den Berg, kurz vor der Seilbahn biegen wir ab in Richtung des Berges und erreichen einen Höhleneingang. Die Höhle ist begehbar, allerdings streikt meine Taschenlampe. Der Guide hat nicht genügend

zur Höhle: hier über den Fluss und dann dem Pfad folgen...

zur Höhle: hier über den Fluss und dann dem Pfad folgen…

Taschenlampen dabei, ich überlasse die letzte Taschenlampe aus Höflichkeit einem französischen Pärchen, das diese selbstlose Geste nicht zu würdigen weiß und nur lustlos ihre eigenen Füße anstrahlt. Während ich wissensdurstig die Höhlenfauna suche.

weitere Dachfotos

weitere Dachfotos

Einige Fledermausfamilien wohnen in der Höhle. Unser Guide leuchtet mit seiner Taschenlampe den schlafenden Tieren so lange ins Gesicht, bis sie sich verärgert davon machen und in der Höhle für Aufruhr sorgen. Mich ärgert das, da ich etwas dagegen habe die Tiere grundlos zu stören. Im Öko Tourismus tut man das nicht!

In dem Fluss soll es riesige Anakondas geben, erfahre ich. Marion erzähle ich natürlich nichts davon, da sie Schlangen nicht mag. Seltsamer Weise kommen sie gerne an Vollmond heraus und schwimmen im Fluss. Erzählt er. Diese Zeit sei die beste um nach Ihnen zu jagen, prahlt er und erzählt uns, wie sie einmal ein riesiges Tier gefangen haben, weil ein koreanischer „Feinschmecker“ der auf rare Tiere aus ist, mit seinem Geldbündel gewunken hat. Auch diese Geschichte gefällt mir nicht.

Die Höhle ist ohne Führer auch ganz gut zu erkunden. Man braucht natürlich Licht, da es etwas tiefer rein geht.

kleine Scorpionspinne.

kleine Scorpionspinne.

In der Höhle entdecken wir ein paar Skorpionspinnen. Diese ungiftigen Tiere heißen so, weil sie die Vorderarme zu Scheren umfunktioniert haben und vorne aussehen wie ein Skorpion. die hier lebenden haben bis zu 20 cm lange dünne Beine und sind somit groß wie eine Schallplatte, wenn sie sich mal ausstrecken sollten. Wohlgemerkt ist das die Spannweite der beine des Tieres, wenn man auf die Idee kommen würde sie zusammen zu falten, wäre der Happs nicht größer als eine Walnuss. Wir haben ein kleines Exemplar gefangen und fotowirksam über uns spazieren lassen.

Flitzpiepe

Flitzpiepe

Aus der Höhle wieder raus, folgten wir dem Pfad zur Seilbahn wo man sich mit der Zipp Line 150 Meter über die Schlucht 520 Meter auf die andere Seite gleiten lassen kann. Preis lag bei 350 PHP. Das Vergnügen dauert keine drei Minuten. Auf der Line kommt einem die Zeit aber sicher länger vor.

eines dieser doofen gestellten Fotos

eines dieser doofen gestellten Fotos

Auf dem Weg zurück, verfolgte ich die Stimmen die ständig am Singen waren und verließ meine Gruppe. Kam an ein Hausboot wo viele Frauen und Kinder in blumigen Gewändern (Schlafanzügen) herum saßen und je mit einer Ukulele bestückt gemeinsam musizierten. Das war mein persönliches „this made my day“ Erlebnis. Wir Gäste wurden gebeten mitzusingen oder auch nur eine Ukulele in die Hand zu nehmen. Es wurden Stocktänze vorgeführt, ähnlich dem Seilspringen, nur, dass je zwei lange Bambusstangen im Takt geschwungen werden und im Takt zusammen klatschen. Die Springer müssen natürlich darauf achten, dass ihre Füße nicht zwischen den Stangen hängen bleiben, während sie zur Musik zwischen den Stangen hüpfen. Alle haben gelacht und waren glücklich, während Kirchenlieder geträllert wurden.

Meine Gruppe machte sich nichts aus diesem Volksspaß, sie gingen gleich weiter zum Wasserfall. Ein kleiner Wasserfall ergießt sich in den Fluss, lädt zum planschen ein.

IMG_4343Wir befinden uns nun auf der anderen Seite des Flusses, der Einbaum Fahrer hat sich wohl zur Siesta abgeseilt, unsere Gruppe steht am Ufer und starrt ins Leere. Irgendwie müssen wir die Seite wechseln, denn dort ist unser Bungalow Resort.

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Zip Line view

Der Fluss ist nicht so breit. Es ist nicht Vollmond, daher muss ich nicht mit einer riesen Anaconda rechnen. Die Krokodile haben sie bereits erfolgreich ausgerottet weil sie so lecker waren.- So beschloss ich, nicht aufs Boot zu warten und auf die andere Seite zu schwimmen.

Marion wartet sicher schon, wir wollen heute auschecken und die Insel verlassen um nach Cebu zu fahren. Cebu die Nachbarinsel.

Während der Mittagshitze machten wir uns dann wieder auf den Weg. Nehmen den Bus nach Taligbaran. Sitzen wieder auf dem Dach des Busses. Zum kassieren klettert der Busticketkontrolleur bei voller Fahrt aus dem Fenster hoch zu uns aufs Dach. Kassiert und klettert wieder runter. Scheint nichts Ungewöhnliches zu sein für Ihn, sehen wir ihm an.

Ein Schirm im Reisfeld

Ein Schirm im Reisfeld

aaaah  leider nicht in meinere Größe!

aaaah leider nicht in meinere Größe!

Es gibt mehrere Fähren nach Cebu. Wir nehmen die einzige Fähre die noch frei ist. Die Teuerste, erste Klasse. 700 PhP 13€. Erste Klasse bedeutet meist eine auf 16 Grad Celsius herunter gefrorene Kabine mit abgedunkelten Fenstern. Einem riesigen Beschallungsprogramm durch gigantische DVD Anlagen. Ich ziehe Holzklasse mit Seewind und Seeblick immer vor. Je billiger, desto besser, denn bei den ganz billigen sind die Boxen so schlecht, dass die Beschallung nicht stört.

Bei Ankunft in Cebu ist es bereits dunkel. Eine tolle Kirche steht unmittelbar am Jetti. Herrschaftlich beleuchtet, voll mit Leuten. Eine tolle Stimmung schwappt auf die Straßen. Ein Nachtmarkt begegnet uns als nächstes, der Erste Eindruck ist positiv. Auch wenn alles ein wenig herunter gekommen wirkt.

Wir sind auf Hotelsuche. Schauen uns ein paar Häuser an. Das Cityhotel ist zwar auch eine Zumutung für 450 php, doch wir checken ein.

Beim Mac Donalds gönnen wir uns eine Coca Cola mit Vanille Eis. Richtig verstanden-.Coca Cola, darin schwimmt eine Kugel Vanilleeis! Entdecken ein Straßenrestaurant, wo Hähnchenbrust auf

Jollibee

Jollibee

dem Grill liegt. Mit vielen Biers spülen wir die Grillköstlichkeiten herunter. Ich gönne mir ein paar Hühnerdünndärme und Hühnerherzen am S

Belustigt zeige ich Marion eine Ratte die sich den Weg zwischen den Tischen bahnt. Wir heben gleichzeitig die Füße, als sie furchtlos durch unsere Sitzecke rennt. Marion ist der festen Überzeugung, dass sie sie anspringen wollte. Wir einigen uns darauf, dass sie das sicherlich nicht persönlich meinte.

Der Schwester der Kakerlakenkönigin von Masbate begegne ich beim Händewaschen. Red Horse sorgt dafür, dass wir das alles lustig finden.

 

Auch das sind die Philippinen.

Auch das sind die Philippinen.

18. März 2013. Cebu City, Armut und Grabschändung.

Dank der Klimaanlage war die schimmelige Luft in unserem Zimmer kühl. Wir machen uns auf den Weg, uns die Stadt anzusehen. Ich habe vom chinesischen Friedhof in Manila gehört, das sei interessant, weil die Chinesen viel Wert auf extravagante Mausoleen legen. Das wird es in Cebu sicher auch geben denken wir und schreiten los. Meiner Navigation App folgend.

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Grab mit angebautem Wohnhaus. Sarkophag als Abstellfläche für Kinderwagen.

Zuerst finden wir den christlichen Friedhof.

Die Leute wohnen dort, fällt uns auf. Zwischen den Grabsteinen und Mausoleen parken sie Ihre Kinderwägen, steht Ihre open Air Küche oder eine Couch. Eigenwillig! denken wir, aber wir sehen es als gut ins Leben integriert. Die Menschen haben große Steinhäuser angebaut an die Mausoleen, kleine Gärten angelegt und sitzen zusammen vor Ihren Eingängen. Es macht einen gepflegten Eindruck. Hier und da steht ein Engel oder ein Sarkophag herum. Dazwischen wachsen Frühlingszwiebeln in aufgeschnittenen Autoreifen.

hier wohnen Menschen

hier wohnen Menschen

aufgebrochene Grabkammern, oben stehen Wellblechhütten

aufgebrochene Grabkammern, oben stehen Wellblechhütten

Anders jedoch auf dem chinesischen Friedhof.

Die Menschen hausen dort wie in den Slums. Die Särge stecken in riesigen Setzkästen, ähnlich den Briefkästen von Hochhäusern. Sechs bis acht Sargkammern hoch. Vorne sollten die Türchen jedoch zu sein, mit Plastikblumen geschmückt und mit einem Foto des verstorbenen an ihn erinnern. Hier sehen wir jedoch nur Vandalismus. Überall häuft sich der Müll. Auf den Grabkammern haben die Menschen Wellblechhütten errichtet, pflanzen sie Zwiebeln und Gemüse in Altölfässern. Nackte Kinder plärren, klettern in den aufgebrochenen Särgen oder im Müll herum und betteln Passanten an.

chinesischer Friedhof, teils aufgebrochen

chinesischer Friedhof, teils aufgebrochen

Flucht ins Kino. Zauberer von Oz

Flucht ins Kino. Zauberer von Oz

Wir verlieren die Fassung, als uns ein großer Eimer Exkremente und Unrat vor die Füße geschüttet wird aus einem der Wellblechhütten auf den Gräbern.

Ein Rudel von der Krätze entstellter Köter bellt uns von der Anhöhe aus an, verlumpte Menschen gaffen feist. Wir sind hier nicht willkommen. Es ist 42 Grad heiß, es stinkt.

Wir sind erschöpft dieser Eindrücke und verlassen eilig diese Szene. Halten ein Taxi an und lassen uns aus der Realität in die Traumwelt zurück bringen. Es ist grotesk! Wir flüchten in ein Einkaufszentrum.  Brauchen Abstand zu dem Gesehenen.

Plötzlich befinden wir uns wieder im klimatisierten, künstlichen Raum. Boutiquen, schicke Cafés und Restaurants. Starbucks wo man für einen schlechten Café mehr bezahlt als die Familien vorhin in einer Woche zur Verfügung haben. Wir gehen ins Kino und schauen uns den Film „Zauberer von Oz“ an, später setzen wir uns in eine Bar und trinken einen Pitcher Cocktail. Irgendwas Blaues.

Landung in Puerto Princessa Palawan

Landung in Puerto Princessa Palawan

Essen eine Pizza und lassen uns mit einem Taxi ins Hotel fahren. Die Straßen von Cebu sind voll von Armut, Kinder liegen auf dem dreckigen Boden und  schlafen mit dem Kopf auf dem Bordstein.

Ohnmächtig gehen wir ins Hotel. Wir wissen nicht, was wir tun sollen.

19. März 2013. Flug nach Palawan von Cebu.

In Puerto Princessa kommen wir nach einem angenehmen Flug 15 Uhr an.

Welcome to El Nido

Welcome to El Nido

Da wir gehört haben, dass es dort nicht so viele ATM Cash Mashines geben soll, lassen wir uns mit einem Tricycle für je 20 PHP zum Bankautomaten fahren. Er fährt 500 Meter gerade aus und lässt uns aussteigen. Hätte man auch laufen können. Von dort aus nehmen wir für je 10 PHP ein Jeepney nach San Juan, den Busbahnhof für die Fahrten nach Norden. Ein Minivan bietet uns denselben Preis von 500 PHP nach El Nido wie die Überlandbusse. Er sei aber schneller,

El Nido

El Nido Corong Corong Beach

weil er nicht so oft hält, versichert er uns und wir steigen ein. Er verspricht was er sagt. Fährt konstant drei Mal die Geschwindigkeit die die Geschwindigkeitsbegrenzung erlaubt, schneidet alles was ihm auf der Straße begegnet, ein Fuß am Grund des Gas Pedals, eine Hand auf der Hupe brettern wir gen Himmelstor. In den Kurven wird Gas gegeben und gehupt. Man kann ja nicht in die Kurve sehen…daher hupt man…

Mein Lebensfilm lief so oft vor meinem inneren Auge ab, dass ich zwischenzeitlich die Fernbedienung gesucht habe, um den Kanal zu wechseln.

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Corong Corong Beach, da wohnt es sich besser als in El Nido

Eine Höllenfahrt von 5 Stunden.

Wir kommen durchgeschüttelt in El Nido an. Es ist dunkel, wir suchen ein Guesthouse. Checken im Franciscos Guesthouse ein. Gehen noch kurz essen und spazieren. Ich möchte wissen, ob Michelle da ist. Michelle alias Gloria Viagra ist ein wunderbarer Mensch den ich aus Berlin kenne, der zufällig mit seinem Freund hier sein soll um Urlaub zu machen. BeiTao Expeditions , wo sie sein sollten, erfahre ich nichts, ich gebe aber nicht auf.

Scheint ein idyllisches Fleckchen zu sein hier. Denken wir uns, als wir uns an der Reggae Bar unser Feierabendbier gönnen.

20.März.2013  El Nido

Coron Coron Beach

Corong Corong Beach

Das Städtchen ist niedlich. Wuchtige Bergwände ragen auf einer Seite hoch. Zur anderen Seite ist es offen zum Meer. Kleine Boote schaukeln auf dem Wasser, Felsen und Inselchen ragen malerisch aus dem Meer.

Leider ist das Örtchen schon total auf den Tourismus ausgelegt. Schade, dass alles hier so viel teurer ist als im Rest des Landes. Wir klappern ein paar weitere Guesthäuser ab, finden keine bessere oder günstigere Unterkunft und verlängern unseren Aufenthalt im Franciscos Inn um eine weitere Nacht.

El Nido Stadt. Das ist ein Strand, wo ich nicht ins Wasser wollte! Augenscheinlich werden die Abwässer ungeklärt ins Meer geleitet, direkt am Schwimmstrand. Eine Algenpest schwappt mit den Wellen ans Ufer, die Algen werden ja gut gedüngt durch die Abwässer, male ich mir aus, in Erinnerung an die Strände der Adria in den Neunzigern.

Das bringt uns auf die Idee, uns die Strände außerhalb anzusehen. So laufen wir auf die andere Seite der Halbinsel nach Corong Corong. Ein Kilometer Luftlinie, ein anderer Strand, sieht sauber aus, wunderschön.

Riesen Mördermuschelhälfte

Riesen Mördermuschelhälfte

Im Meer finde ich zwei riesige Muschelschalen. So groß, dass ich sie nicht aus dem Wasser bekomme. Riesige Mördermuschelhälften. Wir

unser neuer Bungalow in Corong direkt am Meer

unser neuer Bungalow in Corong direkt am Meer

laufen an einigen Bungalows vorbei und erkundigen uns nach den Preisen.

Direkt am Strand mit Meerblick, Hängematte und Kokospalme vor der Tür kann man auf das offene Meer schauen, vorgelagerte Inseln und der Sonnenuntergang vor der Veranda. Traumhaft! Finden eines, wo wir von der netten Besitzerin und den Touristen die sich eingemietet haben, eingeladen werden, mit Ihnen zu grillen.  Wir lehnen höflich ab und versprechen es für den nächsten Tag. Hier ziehen wir morgen ein, freuen wir uns.

Auf dem Weg zurück in unser Francisco Guesthouse bekommen wir ein Angebot für einen Open Water Dive Kurs mit sechs Tauchgängen. Der Tauchlehrer ist nett und macht uns ein Spezialangebot von 16.000 PHP. Wir überlegen schwer ob wir das nicht machen sollten!

nach dem Umzug erst einmal entspannen

nach dem Umzug erst einmal entspannen

21. März 2013 Umzug von El Nido nach Corong Corong.

Muscheln auf dem Markt

Muscheln auf dem Markt

Zweite Nacht im Franciscos Guesthouse (Doppelzimmer 600PHP/ 11,50€). Erdgeschoß. Die Wände sind dünn, so dass man das Gefühl hat auf der Straße zu liegen. Irgendjemand ärgert ein Kleinkind das quiekt und schreit, mal vor Vergnügen, mal aus Wut oder einfach so. Das alles direkt nebenan.

Wie gestern auch, ist der Saft abgestellt, wahrscheinlich werden wir wieder bis nachmittags keinen Strom haben.

Mittags sind wir dann ausgecheckt, kurzer  Abstecher im Tao Expeditions Büro, ob es was Neues gibt von Michelle und Freund. Wir erfahren, dass sie auf Tour sind, mit John und Eddie den Besitzern des Tao. Vielleicht heute zurück kommen.

Dann mit dem Tricycle nach Corong Corong gefahren zum neuen Guesthouse. Die beiden Bungalows, die die

Auf dem Markt, mein Baracuda ganz Links

Auf dem Markt, mein Baracuda ganz Links

kleine Familie ernährt, stehen direkt am Strand. Mit Hängematte auf der Veranda und Meeresrauschen Ambiente genau das richtige für den Moment und mit 800 PHP/15€ das Beste Angebot das wir finden konnten.

Am Abend wollen wir grillen. Eine Ventilator Abdeckung fungiert als Rost, vom Markt kaufen wir zwei

Das ausnehmen übernehme ich.

Das ausnehmen übernehme ich.

Barrakudas für 100 PHP/1,90€ das Kilo und 1,5 kg Sandmuscheln für 30 PHP/kg./0,56€ Der Preis für den Open Water Tauchkurs inklusive 6 Tauchgänge ist gesunken auf 14.000 PHP. /260€! Wir treffen den Tauchlehrer beim Shopping.

Ich liege in der Hängematte und lese ein tolles Buch. Eine Geschichte über einen New Yorker Tunnel und der Lebensgeschichte zweier Menschen. Einem der beim Bau dieses Tunnels gewirkt hat und die eines Mannes der nun in diesem Tunnel als Obdachloser lebt. Eines meiner Lieblingsbücher ist das jetzt.

Während ich vertieft bin in die Geschichte kommt ein Motorboot direkt an unseren Strand, Tao Expeditions steht darauf, Michelle und sein Freund Marten steigen von Bord. Zufällig liegt unser Bungalow direkt dort wo sie ihren Anlegeplatz haben. Die Überraschung ist groß. Sie kommen von einer Mehrtägigen Ausflugsfahrt von

Man schaut dem Tier ins Gesicht, während man sein Fleisch kauft. Irgendwie sieht es glücklich aus.

Man schaut dem Tier ins Gesicht, während man sein Fleisch kauft. Irgendwie sieht es glücklich aus.

den vielen Inseln und Buchten hier in der Gegend und wie es der Zufall so will verschlägt es sie direkt an den Strandabschnitt vor meine Hängematte.

Wir laden sie zum Grillen heute Abend ein. Ich eile schnell zum Markt. Es kommt ein zusätzlicher Barrakuda, ein paar Steaks und eine weitere Flasche Rum auf den Tisch.

Thomas, Nadja, Levent, Marten, Michelle (im Uhrzeigersinn)

Thomas, Nadja, Levent, Marten, Michelle (im Uhrzeigersinn)

Die Muscheln sind nicht der Hit des Abends, aber das feste weiße Fleisch des Barrakudas kickt. Und die in Rum eingelegten Mangos auch!

Der Tauchkurs geht baden, wir entscheiden uns, die Einladung unserer Berliner Freunde anzunehmen und mit ihnen auf die Cadlao Insel mitzukommen wo uns zwei Tage Entspannung am Meer erwarten.

22. März 2013 Corong Corong – Cadlao Paradies!

Wir beladen das Boot Corong Corong

Wir beladen das Boot Corong Corong

Bis Mittag ist alles vorbereitet. Michelle, Marten, Marion und ich werden mit einem schnittigen Schnellboot auf dem Base camp der Tao Expeditions auf die Insel Cadlao gebracht. Bewirtet werden wir durch zwei Boys die uns nicht nur bekochen und

Das wichtigste, die Getränken

Das wichtigste, die Getränken

bedienen sondern auch den Strand sauber halten, für die Beleuchtung sorgen und für das Lagerfeuer zuständig sind.

Das Base camp besteht aus geräumigen Holz- und Bambus Hütten auf Stelzen. Direkt am Strand zwischen Palmen und blühenden Bäumen. Unmittelbar hinter dem Camp beginnt ein dichter Urwald mit Baumriesen und wilden Tieren.

unser Privatstrand

unser Privatstrand

Es gibt keinen Strom, kein Internet kein Fließend Wasser aber bequeme Liegen und eine große Tafel, wo wir unsere Speisen zu uns nehmen. Abends natürlich festlich beleuchtet durch Öllampen.  Die Kühlboxen halten die Getränke kühl bis zum Ende unseres Aufenthalts.

IMG_4528Sand wird von hier nach Hawaii exportiert erzählt man uns. Damit die Ihr künstliches Paradies aufrecht erhalten können. So kann man sich das hier vorstellen.

23./ 24 März 2013 Cadlao Island Leben wie Robinson Crusoe dank Freitag.

Die Idee eine Matratze in meine Hängematte zu legen, war gar nicht so schlecht. Ab und an verrutschte sie zwar und ich schwitzte auch etwas unter

der Decke, aber während der Wach Phasen beobachtete ich das Meer, die Krabben die an den durch die Ebbe frei gesetzten Algen am Rand der

Mein Korallenherz schlägt für diese Insel

Felsen knabberten, den Mond, der die umliegenden Berge erhellt und Schatten der Kokosnusspalmen und der Berge auf den Strand wirft

Stellt di Getränke nicht zu weit weg...

Stellt di Getränke nicht zu weit weg…

.

Der Mond strahlt so hell, dass die Sterne nur blass sichtbar sind. Ab und an schwebt geräuschlos ein Flughund vorbei, ein paar Glühwürmchen jagen sich in den Ästen des Hibiskus Strauches.

Ich dachte ja, dass ich irgendwann in den Bungalow umziehen muss um mich unter das Moskitonetz zu legen, doch habe ich die ganze Nacht unter freiem Himmel genossen. Keine Mücke belästigte mich.

Unsere Bucht, links die Bungalowanlage

Unsere Bucht, links die Bungalowanlage

Gegen Sonnenaufgang schlendert ein Waran in seinem urzeitlichen Schritt den Strand entlang und schaut, was die

wohl verhungert,, was?

wohl verhungert,, was?

Ebbe für verwesende Köstlichkeiten zum Vorschein gebracht hat. Es schmaust an einer toten Sepia und trottet zurück in seinen Wald.

Eine kleine Hundemeute ist mit uns auf der Insel und liegt uns zu Füßen, auch eine Katze haben wir.

Die Katze!

Armes, gestraftes Wesen. Rollig ist sie und dummer Weise das einzige Katzentier das auf der Insel ist. Wehleidig jammert und schreit sie Ihr Klagelied und sehnt sich einen Kater herbei der sie ENDLICH mal hernimmt. Sie miaut mit solch einer Inbrunst und Herzschmerz, dass es uns leid tut.

Marions Wasserfeste Kamera Hülle hält dicht.

Marions Wasserfeste Kamera Hülle hält dicht.

Ihre vulgäre Körperhaltung die sie zu Ihrem Klagelied einnimmt, wenn sie verzweifelt Hilfe durch uns sucht, stört unseren Appetit, wenn wir beim Essen sitzen. Und nachts weckt der Katzenjammer den Wunsch, ein Waran würde sie sich endlich holen.

Die Tage vergehen mit Lesen, wandern, Strandspaziergängen,

Panorama unseres Strandes

Panorama unseres Strandes

plaudern und Schnorcheln. Wobei mir beim erkunden des Meeres mehrere MIMG_1567eeresschildkröten, Riesenmuscheln, bunte Korallen und Schwämme, viele bunte Schnecken, eine Dose Thunfisch, Rochen und Doktorfische begegnen.

Abends kommt ein Boot mit Masseurinnen vorbei, knetet die durch, die Lust dazu haben. Direkt am Strand. Anschließend bekommen wir unser Abendessen serviert

und wenn es regnet kann man ins Haus.

und wenn es regnet kann man ins Haus.

links die Massage, rechts mein Schlafplatz

links die Massage, rechts mein Schlafplatz

und setzen uns erschöpft vom Tag vor das Lagerfeuer, wo wir den glühenden Kokosnüssen zusehen und Palmwedel den Flammen füttern.

Auch die zweite Nacht verbringe ich in der Hängematte. Ich schlafe gut, stehe mit der Sonne auf und sehe mehrere Hornbills- Nashornvögel, Papageien und ein paar Affen in den Wäldern.

Am Strand wächst ein großer Baum der nachts betörend süß riechende Blüten trägt. Tagsüber wirft es sie dann ab. Der Baum leistet sich den Luxus jede seiner Blüten nur eine Nacht lang zu zeigen.

Letzte Nacht haben wir den Baum besucht. Im Schein des Mondes den Duft inhaliert. Kommt gut

Hochprozentiges Stilleben

Hochprozentiges Stilleben

zwei Warane auf einer Palme

zwei Warane auf einer Palme

Ohne Worte

Ohne Worte

mit dem Wind des Meeres.  Natürlich war ich auch nachts schwimmen. Wollte sehen, ob das Plankton glüht. Es gab nur kleine Wellen leuchtenden Planktons um mich. Dafür hatte ich einen tollen Blick auf den Mond zwischen den Bergspitzen unserer Insel.

Unser Bungalow am Meer ist ein Traum. Es ist auf hohen Stämmen errichtet um während dem Monsun Flut und Wind aushalten zu können, ist luftig gebaut für die heißen Monate und hoch genug, dass keine unerwünschten Tiere hinein spazieren. Das Bad ist außerhalb, besteht aus einem Großen Tontopf in der Erde das mit Wasser gefüllt ist. Mit einem Schüßelchen schöpft man das Wasser heraus und spült sich ab. Wie in einem Mandi.

24. März 2013 14 Uhr werden wir wieder abgeholt von dem Schnellboot, zurück gebracht aufs Festland.

Im Wald der Insel wächst die Nachspeise

Im Wald der Insel wächst die Nachspeise

und wieder zurück nach Corong

und wieder zurück nach Corong

Ich habe Wasser im Ohr das dafür sorgt, dass mir schwindelig ist und ich mich selbst reden höre. Vom stundenlangen schnorcheln und dem ab und auftauchen scheint das passiert zu sein. Das nervt, ich mache mir Sorgen, ob ich den Druck im Flugzeug damit ertragen kann. Morgen muss ich damit zum Arzt.

Wir verbringen den Abend im Tao Haus, bekommen ein Lager dort mit Michelle und Marten im Häuschen, müssen also nicht ins Hotel. Für die schönen Tage auf der Insel zahlen wir je 1.500 PHP  Für Essen und Getränke. Sicher war hier nicht nur Speiß und Trank damit abgedeckt, aber wir hatten eine schöne Zeit, die ich jederzeit gerne wiederholen würde.

Marten, Michelle, Marion und ich zurück in El nido

Marten, Michelle, Marion und ich zurück in El nido

Zeit für den Sonnenuntergang. Schnell an den Strand! Gehen anschließend in die Stadt um eine Pizza zu essen und ein paar Cocktails zu trinken. Mein Ohr nervt.

25. März 2013 Fahrt nach Puerto Princessa.

Entscheide mich dazu zum Arzt zu gehen.

dr el nido

Dr. El Nido

Im Tao Haus erfahre ich, dass es nur einen Arzt gibt in El Nido. Das sei ein Allgemeinarzt, der sei ganz cool. Ich frage nach dem Grund, was cool in dem Zusammenhang bedeutet. Ganz stolz erzählt Eddie, dass er ihm mal bei einer Operation zugesehen habe, in der er eine Wunde nähen musste mit mehreren Stichen. Diese hätte er gemacht ohne mit der Wimper zu zucken und ohne seine Zigarette aus dem Mund zu nehmen. –Das finde ich nicht

So sollte eine Arztpraxis aussehen!

So sollte eine Arztpraxis aussehen!

cool. Ich finde es respektlos dem Patienten gegenüber.

Geh trotzdem hin. Während wir in einem voll rustikalen, innen mit Holzrinde verkleideten Warteraum Platz nehmen, wo in verstaubten

Sonnenuntergang in Corong Corong

Sonnenuntergang in Corong Corong

Regalen Lehrbücher aus dem Beginn der Zeitrechnung zwischen Mäusefallen und Spinnennetzen liegen, bin ich froh, dass es bei mir nichts Ernstes ist. Ein Wenig erinnert die Einrichtung an das Labor von Gargamel.

durch den Zaun fotogrfiert: ein sich unbeobachtet wägender Ukulelespieler in der Badewanne

durch den Zaun fotogrfiert: ein sich unbeobachtet wägender Ukulelespieler in der Badewanne

Der Doktor lässt sich von einem 12 jährigen Mädchen, anscheinend die Enkelin ein prähistorisches Werkzeug aus dem Spielzimmer holen, es zeigt sich ein Ohr-guck-Gerät der ersten Stunde. Dieses steckt er mir ohne Vorwarnung und vorheriger Reinigung ins Ohr. Sagt ich hätte einen Pfropfen im Ohr und verschreibt mir ein Ohrwässerchen zum ausspülen. Fragt mich, ob ich eine Auslandsversicherung habe, auf mein Ja setzt er an sein Monatseinkommen auf die Rechnung zu schreiben. Verlangt 1.000 PHP.

Strandprommenade vorher...diese Ghettos werden platz machen für die Prpmmenade

Strandprommenade vorher…diese Ghettos werden platz machen für die Prpmmenade

Strandprommenade nachdem sie die Ghetto Siedlung abgerissen haben.

Strandprommenade nachdem sie die Ghetto Siedlung abgerissen haben.

Boot aus Müll

Boot aus Müll

Spanferkel Straßenverkäufer

Spanferkel Straßenverkäufer

Ich fühle mich verarscht! Ich sage ihm, dass, wenn ich einen Pfropfen im Ohr haben sollte, er ihn gefälligst entfernen soll, dass ich aber davon ausgehe, dass es etwas anderes ist. Dass ich sein Horrendes Honorar nicht bereit bin zu bezahlen, bevor er es verdient hat. Bis jetzt hat er nur kurz mit einem dreckigen Relikt mein Ohr berührt. Zudem sei das ein Unding, dass er es nicht vorher gereinigt hat, und nach der Benutzung auch nicht. So kommt ein Satz zum anderen, Er senkt die Rechnung, will dafür aber die Medizin nicht mehr heraus rücken.

In Europa dürfte so einer wie er nicht einmal einen Hornhauthobel bei einem Patienten anwenden, meine ich. „you are not a doctor, you are a monster“ sage ich und verlasse diese verstaubte Rumpelkammer die er als sein Arztzimmer versteht.

Marion und Michelle sitzen derweil im Wartebereich und amüsieren sich über die Antiquitätensammlung die er verstreut zwischen Lösungsmitteln, Spielzeug, Dreck und Rattenfalle als Arztutensilien herum fahren hat. Als sie uns schimpfen hören, kommen sie heraus.

Wir verlassen die Praxis er verabschiedet mich noch freundlich mit „ you don´t know what you talking about, get out of here…“ Jetzt erst einmal ein Eis essen gehen, sagen wir uns.

Ich muss in die nächst größere Stadt zu einem richtigen Arzt beschließe ich. Das sind die 6 Stunden nach Puerto Princessa.

Wir reisen doch eher ab, statt noch einen Tag hier zu bleiben.

Eigentlich wollten wir mit dem Überlandbus fahren. Erwischen jedoch wieder einen Minivan. Dieser macht uns einen guten Preis, wir steigen ein. Was allerdings nicht klar war ist, dass nach uns viele weitere Leute einsteigen und der Platz knapp ausfällt für meine Beine. Wir drohen auszusteigen um den Bus zu nehmen, bekommen einen weiteren Nachlass und steigen wieder ein. Die Fahrt verläuft so weit OK. 400 PHP kostet uns die Fahrt pro Person.

In Puerto Princessa finden wir ein Hotel für eine Nacht in einem frisch eröffneten Guesthouse. Für das Krankenhaus ist es schon zu spät heute.

Den Abend flanieren wir in der Stadt, essen ein Grillhähnchen am Straßenstand und wandern auf die Strandpromenade.

Die Prommenade war zuvor ein Slum Gebiet wo die Menschen auf dem Sumpfigen Boden auf Stelzen eine Siedlung gebaut hatten. Um das Stadtbild zu verbessern wurden diese abgerissen und trocken gelegt. Nun spielt dort die Mittelklasse Schach und Fährt Rollschuh.

Am Rand erkennt man noch die rstliche Siedlung die aber auch bald weichen muss.

Auf der Prommenade lernen wir ein paar junge Philippinische Student/innen kennen die erfolgreich ein kollektives Besäufnis absolvieren. Die Heiterste von der Gruppe ist ein niedliches kleines Mädchen das ihre Freunde liebevoll mit Schlägen und Tritten lobt. Sie wirft mehrfach die Gläser um und beeindruckt mich durch Ihre sympathische aber unkoordinierte Art diesen Fauxpas damit zu überspielen, dass wahllos jemand in der Runde einen Klaps, eine Ohrfeige oder einen Tritt bekommt.- Süß.

Wir bekommen ein paar Lieder vorgesungen von einem der Mädchen, das eine Stimme hat wie der junge Justin Biber, auch das Aussehen

Puerto Princessa

Puerto Princessa

von Ihm hat sie leider. Ein sehr femininer Junge vollführt anschließend seine Art zu laufen, wenn er es endlich auf den Laufsteg schaffen sollte. Er wolle nämlich unbedingt Model werden, verkündet er stolz. Wir lächeln freundlich und sehen über sein bis zur Unkenntlichkeit durch Karies verfressenes Gebiss und seine Akne hinweg und wünschen Ihm viel Glück. Es ist eine lustige Runde, wir machen eine Flasche Cola und eine Flasche Sprite raus, und verabschieden uns schließlich.

Morgen muss ich zum Arzt wegen meinem doofen Ohr.

26. März 2013 Rückflug Puerto Princessa nach Manila.

Vormittags fahren wir mit dem Tricycle ins Krankenhaus. Tricycle fahren ist hier richtig angenehm, nicht wie in Bangkok wo man ständig feilschen und verhandeln muss. Hier steigt man ein und zahlt einen normalen Preis wenn man aussteigt.

Ich warte zwei Stunden bis ich an der Reihe bin. Eine nette Frau betrachtet mein Ohr und sagt mir, dass ich einen zu engen Gehörgang hätte, wegen zwei Schädelknochen die hinein ragen. Das so genannte Taucherohr. Das dafür sorgt, dass man nicht lange tauchen darf. Ob das auch der Grund sei, dass ich nur das höre, was ich hören will, frage ich. Sie sagt, das könnte an etwas anderem liegen…. Ohr ist sauber. Ich darf einfach nicht zu lange tauchen sagt sie und bestätigt, was ich von den deutschen und türkischen Ärzten schon kenne.

Ich könnte fliegen, es sei OK. Ich bedanke mich und nehme Ihren Rat an, wir fahren zum Flughafen.

20:10 Uhr geht unser Flieger, der Bruder der Guesthouse Managerin fährt uns für ein kleines Geld zum Flughafen.

Leider verpassen wir heute wieder die Spanferkel Nacht. Kommen an, alles schon verputzt, nur noch Whisky übrig!

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From → Südostasien

One Comment
  1. Levent! Your pictures are amazing!!! I wish I could read your blog.

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